DB Schenker: Akku-Logistik als Service

Logistiker startet mit einem neuen Service für E-Mobilität und bietet für Batterien als Gefahrgut die Lagerung und den Transport an. Man sieht einen Wachstumsmarkt und in der Verfügbarkeit das zentrale Element.

DB Schenker will mit dem neuen Service die Wende zur E-Mobilität unterstützen. Foto: Shutterstock
DB Schenker will mit dem neuen Service die Wende zur E-Mobilität unterstützen. Foto: Shutterstock
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

DB Schenker hat einen neuen Service für Batterielogistik begründet und will damit helfen, die nationalen und internationalen Vorschriften zu Batterietypen und Transportmitteln zu erfüllen. Batterien seien der zentrale Treiber der weltweit fortschreitenden Elektrifizierung, so der Anbieter.

"Mit unserem globalen Netzwerk decken wir das gesamte Logistikspektrum ab und können zuverlässige Lösungen für einen sicheren und maßgeschneiderten Batterietransport und die Lagerung schaffen. Wir sind überzeugt, dass E-Mobilität ein Schlüsselfaktor für eine nachhaltigere Zukunft sein wird. Daher sind wir stolz darauf, diese wegweisende Entwicklung mit unserem neuen, speziell auf Batterielogistik ausgerichteten Service zu unterstützen“, erklärte Jochen Thewes, CEO von DB Schenker.

Die Dienstleistung umfasst laut DB Schenker Transporte auf allen Verkehrsträgern sowie maßgeschneiderte Lösungen für den gesamten Lebenszyklus von Batterien. Dazu würden auch die temperaturgeführte Beförderung von Materialien zu den Produktionsstätten oder die Lieferung der gefertigten Produkte in entsprechend zugelassenen und gekennzeichneten Gefahrgutverpackungen gehören. Gemäß den internationalen Umweltrichtlinien ermögliche man zudem die von anderen brennbaren Gütern getrennte Lagerung von Batterien sowie die sachgemäße Aufbewahrung von insbesondere Lithiumbatterien in trockenen und gut belüfteten Räumen.

Auch staubfreie Lagerung gehört zum Portfolio

Darüber hinaus bietet der Logistiker die staubfreie Lagerung, After-Sales-Services und die Erstellung aller relevanten Transportdokumente an. In enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern wickelt das Unternehmen laut eigenen Aussagen im Rahmen der Rücknahmelogistik auch das Recycling und die Entsorgung von beispielsweise beschädigten oder defekten Batterien gemäß nationaler Gesetzgebung ab.

Eine zusätzliche Rücknahmelogistik umfasse das Recycling oder die Entsorgung von Batterien gemäß der nationalen Gesetzgebung und in enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern, auch für beschädigte oder defekte Batterien.

„Wir haben uns über viele Jahre hinweg ein hohes Maß an Kompetenz in der Automobil-, Elektronik- und Halbleiterbranche erarbeitet. Nun bündeln wir unser Wissen und unsere Kompetenzen in einer branchenübergreifenden Lösung. Dabei bieten wir unsere umfassende Erfahrung auch in Form von Beratung und Schulungen für Unternehmen an, die vor Anforderungen an ihre Batterie-Lieferketten stehen", meint Rainer Kiefer, EVP Global Sales von DB Schenker.

Experten schätzen, dass bis 2030 weltweit mehr als 130 Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein werden. Dreh- und Angelpunkt dieser Verkehrswende seien dabei die Leistung und Verfügbarkeit von Batterien. Die Hersteller elektrisch angetriebener Fahrzeuge wie Autos würden deshalb vor neuen Herausforderungen bei der Logistik ihrer Lieferketten stehen. Transport, Rückgabe und Recycling seien aufgrund der Einstufung von Batterien als Gefahrgut und der damit verbundenen strengen gesetzlichen Vorschriften für Transport und Lagerung besonders komplex.

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