Deutsche Post DHL: Aschheim wird zum größten Paketzentrum

Logistiker erweitert sein Paketzentrum in der Münchener Landkreis-Gemeinde bis 2022 zum größten Paket-Standort Deutschlands, der auch in Sachen Nachhaltigkeit Maßstäbe setzen soll.

In Bayern in Aschheim soll der größter Paket-Standort Deutschlands entstehen. Grafik: Deutsche Post AG
In Bayern in Aschheim soll der größter Paket-Standort Deutschlands entstehen. Grafik: Deutsche Post AG
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

Das neue Paketzentrum soll angrenzend an das bereits bestehende Aschheimer DHL-Paketzentrum gebaut werden. Der Spatenstich dazu erfolgte am gestrigen Mittwoch. Durch die Verbindung beider Standorte über einen Tunnel für Lkw entsteht dann der größte Paket-Standort in Deutschland, erklärte das Unternehmen. Ab 2022 sollen dann stündlich bis zu 72.000 Pakete sortiert werden können. Insgesamt belaufen sich die Investitionen der Deutsche Post DHL auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag. Tobias Meyer, Konzernvorstand Post & Paket Deutschland der Deutsche Post DHL Group:

„Mit dem neuen Paketzentrum schaffen wir in einem weiterhin stark wachsenden Paketmarkt dringend benötigte zusätzliche Sortierkapazitäten für die Versorgung der Menschen im Großraum München sowie in weiten Teilen Oberbayerns. Wir setzen dabei nicht nur auf modernste Sortiertechnik, sondern auch auf ein durchweg nachhaltiges Baukonzept.“

Das neue Gebäude soll auf einem 67.000 Quadratmeter großen Areal entstehen und eine Sortierkapazität von 40.000 Pakete pro Stunde umfassen. Die Anbindung an das bestehende Paketzentrum, in dem bis zu 32.000 Sendungen pro Stunde sortiert werden können, erfolgt konkret durch einen Tunnel unter der Klausnerstraße mit gemeinsam genutzter Einfahrt und Parkfläche. Laut dem Unternehmen gibt es in Deutschland bisher keine solche Kombination zweier Paketzentren.

So grün es geht: Photovoltaik, Dachbegrünung und Geothermie

Gleichzeitig soll das Paketzentrum nach modernen baulichen Standards und in besonders nachhaltiger Weise konzipiert werden. Dazu gehört dann unter anderem eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, um grünen Strom zum Teil selbst erzeugen zu können. Die Wärmeversorgung des Paketzentrums soll über größtenteils aus Geothermie produzierter Fernwärme erfolgen, die durch einen regionalen Energieversorger zur Verfügung gestellt wird. Laut der Deutsche Post DHL Group ist in dem Nachhaltigkeitskonzept zudem eine partielle Dachbegrünung vorgesehen. Diese wirke zusätzlich als Wärmedämmung und spare somit Energie im Winter und diene im Sommer als Hitzeschild, hieß es. Zusätzlich wirke die Begrünung schallabsorbierend. Zudem teilte das Unternehmen mit, mit der Inbetriebnahme des neuen Paketzentrums im Jahr 2022 schrittweise rund 500 neue Arbeitsplätze für die Region zu schaffen.

Die größten DHL-Paketzentren stehen derzeit in Obertshausen bei Frankfurt sowie in Bochum und können jeweils maximal 50.000 Sendungen pro Stunde sortieren. Ein weiteres Paketzentrum derselben Größenordnung entsteht derzeit in Ludwigsfelde bei Berlin. Insgesamt betreibt Deutsche Post DHL Group aktuell 36 Paketzentren in Deutschland.

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