Deutscher Mobilitätspreis: DHL Paketkopter ausgezeichnet

Das Paketkopter Forschungsprojekt der Deutsche Post DHL Group hat beim Deutschen Mobilitätspreis überzeugt. Es entwickle die logistischen Abläufe der Paketzustellung konsequent weiter, so die Jury.
Gar nicht abgehoben: Als eines von zehn Projekten hielt die Jury den Paketkopter für preiswürdig. Erstmals wurde die neueste Version im Winter auf der Winklmoosalm eingesetzt. | Foto: DHL
Gar nicht abgehoben: Als eines von zehn Projekten hielt die Jury den Paketkopter für preiswürdig. Erstmals wurde die neueste Version im Winter auf der Winklmoosalm eingesetzt. | Foto: DHL
Redaktion (allg.)

Der sogenannte Paketkopter von Deutsche Post DHLGroup ist bei einer Veranstaltung im Bundesverkehrsministerium mit dem erstmals vergebenen "Deutschen Mobilitätspreis" ausgezeichnet worden. Insgesamt prämierte die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Bundesverkehrsministerium zehn digitale Innovationen für intelligente Mobilität. Eine Expertenjury wählte die Preisträger aus den 350 eingereichten Projekten. Die Juroren gelangten zu der Auffassung, dass dieses Forschungsprojekt rund um den Einsatz von Paketdrohnen in dieser Form bisher einzigartig sei, unter anderem, weil es damit erstmals weltweit gelang, einen Paketkopter für einen Endkundenzugang einsetzen zu können. Möglich war dies, weil DHL das Fluggerät sowie dessen Einbindung in bestehende Logistikprozesse stetig weiter entwickelt hat. Nach dem Jungfernflug des ersten Paketkopters im Jahr 2013 in Bonn folgte 2015 dessen Einsatz zwischen dem Festland und der Nordseeinsel Juist. Im Frühjahr 2016 flog dann die jüngste und technologisch noch einmal deutlich verbesserte Generation vom bayerischen Skiort Reit im Winkl zum Bergplateau der Winklmoosalm. Dabei erfolgte die Be- und Entladung automatisch, so dass der Paketkopter-Flug erstmals zu einem Teil der gesamten Lieferkette wurde. Möglich war das durch die Verbindung mit einem sogenannten „Skyport“, den DHL speziell hierfür entwickelt hatte und der auf der aktuellen Packstations-Technologie basiert.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dem Paketkopter einen ganz konkreten Mehrwert in der Logistik schaffen können. Das kann künftig die medizinische Notfallversorgung sein oder auch die Belieferung von Regionen mit einer geografisch anspruchsvollen Lage wie zuletzt in Reit im Winkl. Mit dem Paketkopter können wir den Menschen in solchen Regionen perspektivisch einen neuen Zugang zu einem flexiblen und vor allem schnellen Versand und Empfang von Waren bieten“, erläuterte Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post – eCommerce – Parcel der Deutschen Post DHL Group, den Anspruch des Projekts. „Die Gewinner des Deutschen Mobilitätspreises zeigen: Deutschland kann Mobilität 4.0“, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt anlässlich der Siegerbekanntgabe. Und Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie und Präsident von Deutschland – Land der Ideen, fügte hinzu: „Sie beweisen, wie digitale Innovationen für Mobilität gesellschaftlichen Mehrwert für alle schaffen.“

Der Deutsche Mobilitätspreis wurde von der Standortinitiative "Deutschland – Land der Ideen" und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur initiiert. Die Preisverleihung der 10 Best-Practice-Projekte ist zugleich der Startschuss für die zukunftsgewandte Open Innovation-Phase des Deutschen Mobilitätspreises. Ab dem 21. Oktober 2016 haben Experten der Branche, aber auch Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit über eine eigens eingerichtete Plattform an einem Online-Ideenwettbewerb teilzunehmen, wie das Ministerium mitteilte. (ha/jr)

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