DFI Real Estate plant ESG-konformes Logistikzentrum in Weiden

Immobilienentwickler will am ehemaligen Standort von ATU in Weiden ein Niedrigenergiegebäude nach BEG 40 Standard errichten.

So soll einmal das neue ESG-konforme Logistikzentrum von DFI Real Estate in Weiden aussehen. (Bild: DFI Real Estate)
So soll einmal das neue ESG-konforme Logistikzentrum von DFI Real Estate in Weiden aussehen. (Bild: DFI Real Estate)
Johannes Reichel
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Gunnar Knüpffer)

DFI Real Estate hat im ostbayerischen Weiden das rund 84.000 Quadratmeter große Areal des ehemaligen Logistikzentrums der ATU erworben. Im Rahmen einer Revitalisierung plant der Immobilienentwickler dort eine neue, flexibel nutzbare Logistikimmobilie, teilte er in Presseaussendung vom 22. März mit. Damit wolle das Unternehmen einen ganzheitlichen Mehrwert für die Wirtschaftsregion schaffen.

Der komplette Rückbau soll Mitte des Jahres beginnen. Der geplante Fertigstellungstermin ist in Q4 2023. Das Grundstück im Gewerbegebiet Nord „Am Forst“ war zuvor im Besitz der Werkstatt- und Fachmarktkette ATU. Im Zuge einer engeren Verzahnung mit der Muttergesellschaft war das dortige Logistikzentrum mit der ATU Logistik im nordrhein-westfälischen Werl zusammengeführt worden.

„Wir sehen hier das Potenzial einer Revitalisierung des nicht mehr genutzten Geländes und der Entwicklung einer hochmodernen, ESG-konformen Logistikimmobilie, durch die sich sogar noch circa 10.000 Quadratmeter Grundstücksfläche entsiegeln und renaturieren lassen“, sagte Andreas Fleischer, Managing Director von DFI Real Estate.

Neu angelegte Grünflächen auf Teilen der ehemaligen Verkehrsfläche würden zum Bodenschutz und zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen.

Geplant ist ein Niedrigenergiegebäude nach BEG 40 Standard. Die Gesamtnutzfläche wird aus 46.700 Quadratmeter Hallenfläche sowie jeweils 2.000 Quadratmeter Büro- und Mezzaninfläche bestehen. Ein Baustein des DFI-Konzeptes ist der fossilfreie Betrieb der Immobilie. Die großflächig geplante Photovoltaikanlage soll im Rahmen von Mieterstrommodellen außerdem zu Betriebskosteneinsparungen beitragen. Mit dem Rückbau der bisherigen Anlage sollen möglichst viele Baumaterialien recycelt und insbesondere circa 7.000 Tonnen Stahl in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden. Zum Vergleich: Die Stahlkonstruktion des Eiffelturms hat ein Gewicht von circa 7.300 Tonnen.

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