DHL beteiligt sich an E-Cargobike-Projekt in Manhattan

In New York beteiligt sich DHL an einem Pilotprojekt, das Unternehmen zum Einsatz von Lastenrädern animieren soll, mit acht elektrisch unterstützten Cubicycles. Diese werden in Manhattan eingesetzt. Auch Amazon und UPS sind an Bord.

Weltweit setzt DHL etwa 85 Lastenräder ein, darunter das Cubicycle und das kleinere Parcycle, ein zweirädriges Fahrrad mit Frachtbox. (Foto: DHL)
Weltweit setzt DHL etwa 85 Lastenräder ein, darunter das Cubicycle und das kleinere Parcycle, ein zweirädriges Fahrrad mit Frachtbox. (Foto: DHL)
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Der Logistikdienstleister DHL hat seine Beteiligung an einem Projekt zur Belieferung mit E-Cargobikes bekannt gegeben und will damit einen Beitrag leisten, New Yorks überfüllte Straßen zu entlasten. Der Praxistest der Deutsche-Post-Tochter läuft Rahmen eines Pilotprogramms, das Unternehmen dazu animieren soll, für sechs Monate Lastenräder zu testen. Erste Teilnehmer sind DHL, Amazon und UPS. Mit 100 Fahrrädern werden die Auslieferer im Central Business District von Manhattan, südlich der 60. Straße, unterwegs sein. DHL ist mit bis zu acht E-Lastenrädern beteiligt. Die Verkehrsbehörde der Stadt wird Daten über die Geschwindigkeit, das Parkverhalten, die Nutzung von Radspuren und die Größe der Lastenräder sammeln und anschließend ermitteln, ob diese eine effiziente Option zur Entlastung des Straßenverkehrs sind. Während des Pilotprogramms dürfen die Lastenräder in Ladenzonen kostenlos parken.

Neuland in den USA, weltweit 85 E-Cargobikes im Einsatz

DHL setzt schon länger auf Fahrräder, wenn es um alternative Zustelloption in überfüllten Innenstädten geht. Das Cubicycle, das DHL nun in auch Manhattan verwendet, wurde 2015 in den Niederlanden eingeführt und gemeinsam mit dem schwedischen Hersteller Velove spezifiziert und entwickelt. Inzwischen ist DHL damit auch in Deutschland, Belgien und Singapur unterwegs. Weltweit setzt DHL etwa 85 Lastenräder ein, darunter das Cubicycle und das kleinere Parcycle, ein zweirädriges Fahrrad mit Frachtbox. Mit dem Pilotprogramm in New York kommt das Cubicyle DHL zufolge nun zum ersten Mal auch in den USA zum Einsatz.

Die Ausstattung des Cubicycle mache es zum idealen Zustellfahrzeug in verkehrsreichen Innenstädten, so der Logistikkonzern. Der ergonomische Sitz biete dem Kurier mehr Komfort, Sicherheit und Tempo, die elektrische Pedalunterstützung sorge bei Steigungen für eine höhere Geschwindigkeit und zusätzlichen Antrieb und aufgrund des engen Wendekreises für eine einfache Handhabung. Die abnehmbaren Behälter beschreibt DHL als sicher und wasserfest. Sie haben ein großes Ladevolumen, sind aber niedrig gebaut, damit sie die Sicht anderer Radfahrer nicht behindern. Sie können mit einem GPS-Transmitter für die Sendungsverfolgung in Echtzeit und die Sicherheitsüberwachung ausgestattet werden. Über Sonnenkollektoren erzeugen sie ihren eigenen Strom für den Elektrobetrieb.
 

Spart acht Tonnen CO2 im Jahr

Jedes Cubicycle, das ein herkömmliches Lieferfahrzeug ersetzt, soll die CO2-Emissionen um bis zu acht Tonnen pro Jahr reduzieren. Die Lastenräder senken, so rechnet es der Logistiker vor, den Energieverbrauch im Vergleich zu E-Transportern um bis zu 90 Prozent. Gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor seien die Einsparung sogar noch höher. Mit dem Einsatz der Lastenräder in Manhattan will der Konzern mit seinen eigenen Umweltzielen weiterkommen. Bis 2050 will er seine durch Transporttätigkeiten verursachten CO2-Emissionen netto auf Null reduzieren und bis 2025 die eigene Abholung und Zustellung zu mindestens 70 Prozent mit sauberen Lösungen durchführen. Erst Anfang Oktober hat das Logistikunternehmen seine Ambitionen mit der Veröffentlichung seiner Konzernstrategie 2025 unterstrichen. Die Bedeutung der Lastenräder beim Erreichen der Umweltziele habt auch Mike Parra, CEO von DHL Express Americas, hervor:

„Jedes Lastenrad sorgt dafür, dass ein herkömmliches Lieferfahrzeug weniger auf den Straßen unterwegs ist. So trägt es dazu bei, Staus zu reduzieren und unsere Servicequalität zu steigern. Wir sind der Stadt New York dankbar dafür, dass sie uns dieses Pilotprojekt ermöglicht und hoffen, dass das Cubicyle sich ebenfalls positiv auf das Transportnetzwerk der Stadt auswirkt.“

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