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DHL-Studie Letzte Meile: Flexibel, automatisiert und lokal im Vorteil

Logistiker und Marktforschungsinstitut Euromonitor sehen in einer Studie Unternehmen, die flexible Transportnetze bereitstellen und die Automatisierung und Datennutzung vorantreiben, im Vorteil.

Schneller werden in urbanen Räumen: Eine Studie empfiehlt flexible und automatisierte Lagerlogistik mit lokaler Struktur. | Foto: DPDHL
Schneller werden in urbanen Räumen: Eine Studie empfiehlt flexible und automatisierte Lagerlogistik mit lokaler Struktur. | Foto: DPDHL
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Johannes Reichel

Im Zuge der zunehmenden Urbanisierung wird die Logistik auf der letzten Meile immer komplexer und wichtiger für den Erfolg von E-Commerce-Unternehmen - das ist das Ergebnis einer neuen gemeinsamen Studie von DHL und dem Marktforschungsinstitut Euromonitor. Bis 2030 prognostiziert die Studie, dass nochmal über 600 Millionen mehr Menschen in Ballungsräumen leben als heute. Gleichzeitig eröffneten neue Technologien Möglichkeiten für eine Verbesserung des Serviceangebots und "disruptive" Neuerungen.

"Vor diesem Hintergrund müssen die Online-Händler und ihre Logistikpartner völlig neue Ansätze verfolgen, um am Markt zu bestehen und wettbewerbsfähig zu bleiben", lautet das Fazit der Autoren.

In ihrer Studie "Shortening the Last Mile: Winning Logistics Strategies in the Race to the Urban Consumer" identifizieren die Partner Ansätze, wie Unternehmen ihre Lieferketten auf die neuen Marktgegebenheiten ausrichten und Wettbewerbsvorteile erlangen können vor dem Hintergrund vierer wesentlicher Trends für die Zustellung an Endkunden in Ballungsgebieten: 

  • die lokalisierte Lieferung
  • flexible Zustellnetze
  • die saisonale Logistik
  • neue Technologien 

Die Unternehmen müssten gezielte Strategien entwickeln müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das gelte nicht nur für den Transport an sich, sondern auch für das gesamte Bestandsmanagement. Nur dann sei sichergestellt, dass die richtigen Artikel zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

"Die sogenannte letzte Meile entwickelt sich zu dem entscheidenden Faktor der E-Commerce-Lieferkette", erklärt Katja Busch, Chief Commercial Officer von DHL.

Der Logistiker setzt dabei auf maßgeschneiderte Lösungen, die E-Commerce-Unternehmen helfen sollen, ihre Endkunden schnell und effektiv zu erreichen - zum Beispiel durch maschinelles Lernen, eine bessere Routenführung in den Städten und eine stärkere Automatisierung der Zustellnetze.

Cyber Days: Kurzfristig Mehrkapazitäten schaffen

Wie die Autoren der Studie feststellen, bringen die großen urbanen Trends allesamt unterschiedliche Herausforderungen im Hinblick auf die Kosten, die Serviceauswirkungen und den organisatorischen Aufwand mit sich. Ein Beispiel ist die Zunahme der saisonalen Logistik durch die immer beliebteren Feiertags- und Sonderverkaufstage wie den Singles' Day in Asien oder die nationalen Cyber Days. Dadurch stehen die Logistikunternehmen unter erheblichem Druck, zusätzliche Kapazitäten und Personal bereitzuhalten, um kurzfristige, oft nur schwer vorhersagbare Volumenspitzen zu bewältigen. Städtische Konsumenten erwarten jedoch eine schnelle und komfortable Zustellung ihrer bestellten Waren.

Lokal ist Trumpf: Lagerverwaltung neu organisieren

Um ihnen diese zu bieten, müssen die Händler ihre Lagerverwaltung neu organisieren und zentralisierte Netzwerke durch eine lokale Fulfillment- und Distributionsinfrastruktur ersetzen. Das kann einen präziseren Abgleich der Lagerbestände erforderlich machen. Neue Technologien eröffneten neue Möglichkeiten für disruptive Neueinsteiger am Markt. Gleichzeitig zwängen sie die bestehenden Anbieter dazu, klug zu investieren und die geforderten neuen Kompetenzen in ihrer Belegschaft abzubilden. Um diese Herausforderungen zu meistern, haben der Logistiker und das Marktforschungsinstitut gemeinsam das sogenannte F.A.D.-Modell (Flexible Transport Networks, Automation and Data) identifiziert, das Händlern und Logistikanbietern helfen soll, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf der letzten Meile zu sichern.

"Durch eine stärkere Automatisierung, ein besseres Datenmanagement und mehr Flexibilität im Netzwerk können E-Commerce-Unternehmen in allen Märkten das Bestandsmanagement verbessern und die Zustellung an den Endkunden effizienter gestalten", glauben die Anbieter.

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