Die Bahn überholt die Straße

2006 beförderte der Schweizer KV-Operateur Hupac 18,0% mehr Lkw-Sendungen als im Vorjahr auf der Schiene. Der kombinierte Verkehr sei damit überproportional zur Strasse gewachsen.
Redaktion (allg.)
Insgesamt transportierte Hupac im vergangenen Jahr 612.488 Lkw-Sendungen auf über 100 Zügen pro Tag. Davon durchquerten 457.997 die Alpen (+16,0%), 154.491 rollten von den Nordhäfen ins europäische Hinterland und als Anschlusstransporte innerhalb Italiens (+28,0%). Im Kerngeschäft „Shuttle Net“ (unbegleiteter kombinierter Verkehr) beförderte Hupac 591.169 Lkw-Sendungen auf durchschnittlich 97 Zügen pro Tag. Das entspricht einem Rekordzuwachs von 19,3%. Einzig die als ergänzende Leistung angebotene Rollende Autobahn verzeichnete einen Verkehrsrückgang von 9,2%. Auf sechs Zügen pro Tag zwischen Basel und Lugano sowie zwischen Singen und Milano wurden insgesamt 21.319 Lkw verladen. Für 2007 erwartet Hupac ebenfalls Zuwächse im zweistelligen Bereich. Zahlreiche neue Verbindungen stehen in der Projektphase und werden im Laufe des Jahres eingeführt. Hupac profitiert neben der schweizerischen Verlagerungspolitik v.a. von der Bahnliberalisierung in Europa. Bereits 2004 setzte Hupac gemeinsam mit SBB Cargo, Railion (DB-Gruppe), Trenitalia Cargo, Ferrovie Nord Cargo und Rail4Chem das Konzept der international durchgehenden Traktionsverantwortung um. Bei dieser neuen, durch die Bahnliberalisierung ermöglichten Produktionsform ist für jeden Zug nur noch ein Bahnunternehmen von der Quelle bis zum Ziel verantwortlich.
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