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Dieselgipfel: VDA erwartet 13 Prozent weniger NOx-Emissionen

Die auf dem Dieselgipfel beschlossenen Maßnahmen könnten die NOx-Belastung in Deutschland laut einer Modellrechnung des VDA deutlich senken. Größter Hebel seien die Software-Updates.
Die auf dem Dieselgipfel beschlossenen Maßnahmen zur NOx-Reduzierung könnten laut VDA verhältnismäßig schnell Wirkung zeigen. | Foto: Stefan Redel/Fotolia
Die auf dem Dieselgipfel beschlossenen Maßnahmen zur NOx-Reduzierung könnten laut VDA verhältnismäßig schnell Wirkung zeigen. | Foto: Stefan Redel/Fotolia
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Tobias Schweikl

Bis Anfang 2019 könnten die NOx-Emissionen im deutschen Straßenverkehr um zwölf bis 14 Prozent sinken, so das Ergebnis einer Modellrechnung des Verbands der Automobilindustrie e.V. (VDA). Konkret wurden drei Einzelwirkungen erarbeitet:
• Das Software-Update von Euro-5- und Euro-6-Diesel-Pkw leistet demnach mit sieben Prozentpunkten den größten Beitrag zur NOx-Reduzierung.
• Die Umstiegsprämien auf moderne Diesel-Pkw sollen bis zu zwei Prozentpunkte bringen.
• Die „natürliche Bestandserneuerung“ durch die Neuzulassungen von Euro-6-Fahrzeugen schlägt in der VDA-Rechnung mit 4,3 Prozentpunkten durch.
Insgesamt ergibt das für den VDA ein Potenzial für eine NOx-Reduktion von rund 13 Prozent innerhalb von 24 Monaten. „Das wäre ein sehr großer Schritt zur Verbesserung der Luftqualität in Deutschland. Und vor allem tritt die Wirkung schon nach relativ kurzer Zeit ein“, so der VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Konkrete Rahmenbedingungen
Der VDA geht in seiner Analyse davon aus, dass das Software-Update zu einer durchschnittlichen NOx-Reduktion je Fahrzeug von 27,5 Prozent führt. Bei den Umstiegsprämien für Halter von älteren Diesel-Pkw (Euro 1 bis Euro 4) geht der VDA von der Annahme aus, dass etwa jeder zehnte dieser Fahrzeughalter diese Option wahrnehmen könnte, wobei Mitnahmeeffekte zu berücksichtigen sind. Eine weitere Annahme in der VDA-Berechnung ist, dass in dieser Gruppe von 100 Haltern älterer Diesel zirka 60 auf neue Euro-6-Diesel umsteigen und zirka 40 auf neue Euro-6-Benziner oder alternative Antriebe.
Bei seinen Emissionsberechnungen hat der VDA als Grundlage die NOx-Emissionsfaktoren entsprechend dem „Handbuch Emissionsfaktoren des Straßenverkehrs“ (HBEFA, Version 3.3, Stand April 2017, herausgegeben vom Umweltbundesamt (UBA)) verwendet. Das HBEFA ermittelt das durchschnittliche Real-Emissionsverhalten der Fahrzeuge auf der Straße, nicht die NOx-Werte, die auf dem Prüfstand erhoben werden.
Wie sehr die Marktdurchdringung mit neuesten Fahrzeugen der Euro-6-Generation – unabhängig von den Beschlüssen des Dieselgipfels – die Luftqualität verbessern könnte, zeigt eine Studie von AVISO und der TU Graz. Demnach könnte alleine diese „natürliche Bestandserneuerung“ dafür sorgen, dass im Jahr 2020 nur noch 39 der 144 verkehrsnahen Messstationen den NO2-Grenzwert nicht einhalten. Fünf Jahre sollen dann nur noch zwölf Stationen den Messwert überschreiten. Diese Studie wurde unterstützt vom Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), dem ifeu Institut Heidelberg und dem VDA.

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