Digital Logistics Days: Drei Tage Logistik zum Mitmachen

Die BVL.digital hat mit den Digital Logistics Days einen dreitägigen Online-Event mit Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Workshops organisiert

Dass auch in Pandemiezeiten ein reger Gedankenaustausch möglich ist, zeigt die BVL.digital mit ihren ersten Digital Logistics Days. | Bild: BVL
Dass auch in Pandemiezeiten ein reger Gedankenaustausch möglich ist, zeigt die BVL.digital mit ihren ersten Digital Logistics Days. | Bild: BVL
Tobias Schweikl

Die ersten Digital Logistics Days der BVL.digital GmbH verzeichnen rund 1.200 Teilnehmer aus über 15 Ländern, zehn Partner und mehr als 55 Redner. Die dreitägige Online-Konferenz war geprägt von Beiträgen aus den Bereichen Warehousing und Fulfillment, Last Mile und Delivery sowie Transport und Global.

„Der Wirtschaftsbereich Logistik glänzt durch seine Innovationskraft im digitalen Bereich. Wir freuen uns, dass wir das in dieser Konferenz zeigen und würdigen konnten“, so Dr. Christian Grotemeier, der Geschäftsführer von BVL.digital. 

Die Konferenz folgte dem dramaturgischen roten Faden von der Mikro- zur Makrobetrachtung logistischer Themen und Herausforderungen. Die drei Veranstaltungstage begannen jeweils mit einer Podiumsdiskussion. Es folgten Vorträge, Workshops und die Tage endeten jeweils mit Keynotes außergewöhnlicher Persönlichkeiten.

So nahm der Zukunftsforscher, Ingenieur und Pilot Morell Westermann am ersten Tag die Teilnehmer mit auf den Weltrekordflug mit dem ersten zertifizierten Elektroflugzeug von den Alpen an die Nordsee nach Norderney, der im September 2020 stattgefunden hat.

„Die Elektrifizierung der Luftfahrt steht heute da, wo vor rund zehn Jahren die Autos waren“, so Westermann.

Am zweiten Tag hatten die Teilnehmer der Konferenz die Möglichkeit, Frank Jørgensen kennenzulernen. Der Däne hat gerade die Nachfolge von Frank Sportolari an der Spitze von UPS Germany, Austria, Switzerland angetreten.

Der dritte Tag begann mit einem spontan organisierten Interview zur aktuell eingetretenen Situation am Suezkanal. Ulf Venne von Everstream Analystics berichtete von der aktuellen Lage. Der auf Grund gelaufene Containerfrachter Ever Given, 400 Meter lang und 59 Meter breit, liegt quer in der Wasserstraße und verhindert die Passage von mehr als 150 weiteren Schiffen. Versorgungsengpässe sind zu befürchten. Das Thema wurde in der sich anschließenden Podiumsdiskussion gleich aus Sicht eines Verladers und eines Logistikdienstleisters aufgegriffen. 

Den Abschluss der Digital Logistics Days bildete der Vortrag von Martin Richenhagen, dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden von AGCO. Der deutsch-amerikanische Manager ging auf weltpolitische und weltwirtschaftliche Zusammenhänge ein und warf einen Blick von außen auf die Situation in Deutschland in der Corona-Krise.

„Die deutsche Regierung versucht, eine schwere Krise bürokratisch zu lösen“, so Richenhagen.

Die US-Regierung dagegen überlasse die Regelung vieler Dinge dem gesunden Menschenverstand der Bürger. Neben dem Management der Pandemie trage zum schwachen Bild Deutschlands in den USA der Dieselskandal bei – und die Pannen und Verzögerungen beim Flughafen BER.

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