Digitalisierung: Der Nachschub kommt auf Knopfdruck

Der Gini-Button von Ehrhardt + Partner löst analog zu Amazons Dash-Button eine Nachschublieferung im Lager aus.
Denkbare Einsatzbereiche des Gini-Buttons in der Logistik sind unter anderem die Nachschubsteuerung für Verbrauchsmaterialien und das Qualitätsmanagement im Bereich temperaturgeführte Güter. | Foto: E+P
Denkbare Einsatzbereiche des Gini-Buttons in der Logistik sind unter anderem die Nachschubsteuerung für Verbrauchsmaterialien und das Qualitätsmanagement im Bereich temperaturgeführte Güter. | Foto: E+P
Tobias Schweikl

Mit dem Gini-Button will die Ehrhardt + Partner Gruppe die Flexibilität eines frei konfigurierbaren Kanban-Systems in die Logistik bringen. Der flexible Bestellknopf funktioniert ähnlich wie Amazons Dashbutton und soll sich nahtlos per WLAN in die logistischen Prozessketten integrieren lassen.
Durch einen Knopfdruck lösen Mitarbeiter ein vorher bestimmtes Ereignis aus und setzen damit einen Prozess in Gang. Wie der definierte Prozess aussieht – ob Nachschubsteuerung für Verbrauchsmaterialien, Torverwaltung, Qualitätsmanagement im Bereich temperaturgeführte Güter oder eine Aktion im Zusammenhang mit fahrerlosen Transportsystemen –, lässt sich flexibel definieren. Denkbare Einsatzbereiche des Gini-Buttons in der Logistik sind:
Nachschubsteuerung
Verbrauchsmaterialien oder nicht systemgeführte Artikel wie etwa die Etikettenrolle eines Labeldruckers werden per Knopfdruck direkt am Einsatzort bestellt. Dafür wird der Button am Regalplatz in Greifnähe befestigt.
Qualitätsmanagement
Ein weiterer Einsatzbereich ist das Qualitätsmanagement im Bereich temperaturgeführte Produkte. Ein mögliches Szenario: Durch Betätigung des Buttons im Wareneingang bestätigt ein Lkw-Fahrer, dass er die sensiblen Güter ins Lager verlädt. Ist die Aktion abgeschlossen, betätigt er den Button erneut. So lässt sich messen, wie lange die Kühlkette tatsächlich unterbrochen war.
Fahrerloses Transportsystem
Der Gini-Button kann einem fahrerlosen Transportsystem signalisieren, dass ein Lademittel an einem Abholplatz bereitsteht. Die Anschaffung und die Installation von teurer IT-Infrastruktur und zusätzlicher Hardware entfallen damit.

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