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Drone4Parcel5G: Telekom testet 5G-Campusnetz für Lieferdrohnen

Der Konzern stattet ein Drohnen-Testgelände in Rüthen (Kreis Soest) mit einem lokalem 5G-Netz aus.

Ein Projektkonsortium rund um Fachhochschule Südwestfalen erforscht und testet Lieferflüge mit 5G-Paketdrohnen. (Bild: Deutsche Telekom)
Ein Projektkonsortium rund um Fachhochschule Südwestfalen erforscht und testet Lieferflüge mit 5G-Paketdrohnen. (Bild: Deutsche Telekom)
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Johannes Reichel
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Therese Meitinger)

Die Deutsche Telekom stellt für das Forschungsprojekt „Drone4Parcel5G“ in der Region Südwestfalen ein 5G-Campus-Netz bereit. Das berichtet eine Pressemitteilung vom 28. Februar. Ziel des Projektkonsortium rund um Fachhochschule Südwestfalen sei es, den Betrieb von autonomen Lieferflügen mit Paketdrohnen auf Basis von 5G zu erproben. Die Technologie soll in Zukunft den Straßenverkehr entlasten und Lieferzeiten minimieren.

Die Deutsche Telekom hat Eigenangaben zufolge hierzu ein Testgelände in Rüthen im Kreis Soest mit einem speziellen mobilen 5G-Mobilfunk-Container ausgerüstet, der das Areal während der Projektlaufzeit mit dem neusten Mobilfunkstandard versorgt. Dies soll den Forschern ermöglichen, Lieferdrohnen-Flüge im Zusammenspiel mit der 5G-Technologie unter realen Bedingungen zu testen. Über das 5G-Campus-Netz können die Drohnen laut Telekom dabei zuverlässig Sensor-, Bild- und Flugdaten übertragen. Mit dem kurzfristig eingerichteten lokalen 5G-Netz setze man erstmals das neue Geschäftskunden-Produkt „Campus-Netz Temporär“ für einen Kunden um, so die Deutsche Telekom.

„Im Projekt Drone4Parcel5G zeigt sich das enorme Innovationspotential von 5G für die Logistik der Zukunft. Damit Drohnen künftig Pakete automatisiert fliegend und unter höchsten Sicherheitsstandards zustellen können, liefern wir mit unserem Netz schon heute volle 5G-Leistung“, sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer für den Bereich Geschäftskunden bei der Telekom Deutschland GmbH.

Mit dem neuen temporären 5G-Campus-Netz-Angebot für Geschäftskunden biete man eine zeitlich flexible Lösung, die sich optimal für den Testbetrieb der Drohnenflüge eigne, so Rickmann weiter

Grundlage für autonomen Drohnen-Lieferdienst

Bisher müssen Drohnen noch von einem Piloten oder einer Pilotin auf Sicht gesteuert werden. Bei einem autonomen Drohnenlieferdienst über 5G könnten in Zukunft nach Ansicht der Projektpartner mehrere Drohnen gleichzeitig über einen zentralen Leitstand außerhalb der Sichtweite in Echtzeit koordiniert und überwacht werden. Dabei bringen die 5G-Drohnen selbstständig Waren von A nach B, übernehmen die optimale Routenplanung und reagieren auf Hindernisse, um Kollisionen zu vermeiden.

Eine auf diese Weise betriebene Drohnen-Flotte könne massiv die Reichweite und Effizienz der Drohnenflüge erhöhen, so die Deutsche Telekoem. Gleichzeitig stelle der autonome Drohnenbetrieb besonders hohe Anforderungen im Hinblick auf Sicherheit und Stabilität der Datenübertragung. Das Projekt in Südwestfalen untersucht daher sowohl die Kommunikation über 5G zwischen Drohne und Basisstation als auch von Drohne zu Drohne.

„Mit hohen Datenübertragungsraten, niedrigen Latenzzeiten und höherer Netzkapazität stellt 5G als Schlüsseltechnologie die Grundlage für einen sicheren Einsatz autonomer Transport-Drohnen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Andreas Schwung von der Fachhochschule Südwestfalen und Leiter des Konsortiums „Drone4Parcel5G“.

Zustellung für Apotheken und Industrie im Test

Bis Ende 2023 entwickelt das Projekt „Drone4Parcel5G“ laut der Mitteilung unter Federführung der Fachhochschule Südwestfalen zusammen mit weiteren Partnern aus der Region ein System zur Planungs- und Bewegungssteuerung von Paket-Drohnen. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte im Rahmen des Wettbewerbs „5G.NRW“ eine Förderung von 1,6 Millionen Euro bereitgestellt.

Im Projekt soll die Zustellung per Drohne anhand erster Einsätze für Apotheken sowie im industriellen Sektor für das sogenannte C-Teile-Management erprobt werden – zum Beispiel für die Zustellung von Werkzeugen und Metallwaren im technischen Großhandel oder die Auslieferung von Medikamenten in ländliche Regionen. Ebenfalls am Projekt beteiligt sind dazu der Drohnenhersteller Third Element Aviation GmbH sowie die KL-Group | Koerschulte + Werkverein, ein auf Kunden aus Industrie und Handwerk spezialisierter Großhändler.

 

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