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Ducktrain muss abreißen lassen

Der teilautomatisierte Routenzug für die City-Belieferung schafft es nicht mehr auf die "Letzte Meile" in den Markt. Und muss die Aufgabe des Geschäftsbetriebs bekanntgeben.

Im Gänsemarsch: Die einzelnen "Ducks" wären etwa einem Zusteller mit normalem Fahrrad gefolgt, so das Konzept. | Foto: Ducktrain
Im Gänsemarsch: Die einzelnen "Ducks" wären etwa einem Zusteller mit normalem Fahrrad gefolgt, so das Konzept. | Foto: Ducktrain
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Johannes Reichel

Das Aachener Start-up-Unternehmen für Last-Mile-City-Logistik ducktrain hat die Aufgabe des Geschäftsbetriebs zum 1. Juli bekanntgegeben. Man habe nicht nur die Elektrifizierung der Fahrzeuge vorantreiben, sondern eine grundsätzliche Veränderung in der Logistik der letzten Meile bewirken wollen, teilte das Unternehmen zur Aufgabe mit.

"Ein Stadtzentrum, in dem die Straßen nicht durch parkende Lieferfahrzeuge blockiert sind und für das genutzt werden können, wofür sie erfunden wurden: zum Transportieren von Personen und Waren", so die Vision der Macher.

Mit dem Ducktrain habe man ein elektrisches und automatisiertes Fahrzeugsystem entwickelt, das die Logistik mit Leichtfahrzeugen auf eine völlig neue Effizienzstufe heben sollte und dadurch den Bedarf an herkömmlichen Lieferfahrzeugen in den Städten drastisch reduziert hätte. Trotz der Insolvenz sei man stolz darauf, dass Ducktrain die Last-Mile-Logistics-Branche mit seiner Innovationskraft nachhaltig beeinflusst hat. Die Technologie werde ihren Einfluss auch in anderen (zukünftigen) Projekten hinterlassen, sind sich die Verantwortlichen sicher.

Konzept des Ducktrains war ein automatisiert agierendes Gespann aus bis zu fünf leichten Elektrofahrzeugen, die miteinander gekoppelt sind und das Ladevolumen eines herkömmlichen Transporters in die Städte befördern. Im Zustellbezirk vereinzelt sich der Ducktrain auf den letzten zehn bis 500 Metern und einzelne Ducks bringen die Pakete zur Haustür.

Der Ducktrain lenke und fahre dabei selbstständig, indem er automatisch dem Zusteller folge, der entweder zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, so das Unternehmen. Weil die ein Meter breiten Fahrzeuge Fahrradwege nutzen können und selbst zwischen Pollern hindurchpassen, nutzten die „Entenzüge“ das begrenzte Platzangebot in den Innenstädten aus. Zugleich sah der Anbieter einen Effizienzgewinn in der Zustellung, da weniger Zeit verloren gehe etwa durch Parken, lange Wegstrecken oder Staus.

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