Ducktrain startet Straßenerprobung mit teilautonomem Routenzug

Mit EIT InnoEnergy und Wi Venture hat das Start-up zudem weitere institutionelle Investoren gewinnen können.

Auf der letzten Meile vereinzeln sich die einzelnen "Ducks", um autonom die Lieferadressen anzusteuern. (Visualisierung: Ducktrain)
Auf der letzten Meile vereinzeln sich die einzelnen "Ducks", um autonom die Lieferadressen anzusteuern. (Visualisierung: Ducktrain)
Johannes Reichel
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Therese Meitinger)

Das Aachener Start-up Ducktrain adressiert mit seinem teilautonomen Routenzug „Ducktrain“ die Logistik auf der sogenannten letzten Meile. In einer Pressemitteilung vom 11. Januar vermeldete das Unternehmen eine jüngst abgeschlossene Seed-Runde, aus der zwei neue institutionelle Investoren hervorhingen – EIT InnoEnergy und Wi Venture. Sie gehören nach Firmenangaben nun wie die Bestandsinvestoren aus der Pre-Seed-Runde Plug and Play Techcenter, 5P Capital sowie RWTH Aachen-Professor und StreetScooter-Gründer Achim Kampker zum Investorennetzwerk.

Zudem kündigte Ducktrain an, in die Straßenerprobung gehen zu wollen. Die ersten Testfahrten auf öffentlichen Straßen seien im Frühjahr 2021 geplant, hieß es vonseiten des Unternehmens. Zudem wolle man sich schon bald mit ersten Kunden wie etwa dem Mainzer Lebensmittel-Lieferdienst von Frischepost RheinMain beweisen.

Als Entenzug bis zur letzten Meile

Ein Ducktrain besteht dem Hersteller zufolge aus bis zu fünf leichten Elektrofahrzeugen, die miteinander gekoppelt sind und das Ladevolumen eines herkömmlichen Transporters in die Städte befördern. Im Zustellbezirk vereinzelt sich der Ducktrain laut Anbieter auf den letzten zehn bis 500 Metern und einzelne Ducks bringen die Pakete zur Haustür. Der Ducktrain lenke und fahre dabei selbstständig, indem er automatisch dem Zusteller folge, der entweder zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, so das Unternehmen.

Weil die ein Meter breiten Fahrzeuge Fahrradwege nutzen können und selbst zwischen Pollern hindurchpassen, nutzten die „Entenzüge“ das begrenzte Platzangebot in den Innenstädten aus. Zugleich sieht der Anbieter einen Effizienzgewinn in der Zustellung, da weniger Zeit verloren gehe etwa durch Parken, lange Wegstrecken oder Staus.

LOGISTIK HEUTE berichtete bereits in der Oktoberausgabe 2020 ausführlich über das Konzept.

Printer Friendly, PDF & Email