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E-Commerce: 100 Millionen Teile am nächsten Tag geliefert

Eine Gruppe von Logistikern hat auf Einladung des Generalunternehmers Witron Logistik + Informatik das hochdynamische Logistikzentrum Kfz-Ersatzteilanbieters Bilstein besucht. Das Unternehmen hat seine Logistik auf die Anforderungen des Online-Handels ausgerichtet.
Bei der Lagerbesichtigung erklärte die Bilstein Group, wie die Ersatzteillogistik in den vergangenen Jahren so automatisiert wurde, dass man nach wie vor flexibel blieb. | Foto: Witron
Bei der Lagerbesichtigung erklärte die Bilstein Group, wie die Ersatzteillogistik in den vergangenen Jahren so automatisiert wurde, dass man nach wie vor flexibel blieb. | Foto: Witron
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Tobias Schweikl

Skalierbarkeit und Modularität als Basis für erfolgreiche Logistik - unter diesem Motto stand ein vor Ort Termin einer Gruppe von Logistikern beim Pkw- und Nutzfahrzeug-Ersatzteilspezialisten Ferdinand Bilstein GmbH + Co. KG. Der Besuch in dem rund 50.000 Quadratmeter großen Logistikzentrum wurde organisiert vom Generalunternehmer Witron Logistik + Informatik GmbH.
Witron plante und realisierte bei Bilstein ein automatisiertes Kleinteilelager mit vier Ware-zur-Person-Kommissionierarbeitsplätzen und 38.400 Behälterstellplätzen. Es wurde in den vergangenen zehn Jahren in vier Baustufen physikalisch und funktionell für kommende Herausforderungen ausgerichtet. Die Integration erfolgte jeweils während des laufenden Betriebs, ohne dass das Tagesgeschäft davon beeinträchtigt wurde. „In 227.000 Behälterstellplätzen und 72.000 Palettenstellplätzen stehen mehr als 100 Millionen Teile zur Auslieferung ins In- und Ausland bereit. An einem Spitzentag werden über 32.000 Kundenauftragspositionen kommissioniert, die Pickleistung hat sich seit dem Jahr 2004 um den Faktor fünf vervielfacht“, so Frank Boecker, Gesamtleiter Logistik bei Bilstein.
Flexibel automatisiert
Trotz der Inhomogenität des Artikelspektrums wird der Großteil der Produkte mechanisiert gelagert und kommissioniert. Die Kommissionierung von behälterfähigen Artikeln erfolgt durch das "Order Picking System" (OPS) von Witron. Gut 90 Prozent des Durchsatzes wird hier abgewickelt. Die Artikel werden im OPS an ergonomischen, multifunktionellen Arbeitsplätzen nach dem Ware-zum-Mann-Prinzip auftragsbezogen und sequenziell bereitgestellt, kommissioniert und anschließend in das Versandpackstück verpackt. Die optimale Größe des Versandpackstücks wird anhand einer vorausgegangenen Volumenkalkulation ermittelt.
Schwere und großvolumige Artikel werden mit dem Paletten-Kommissioniersystem "Module Picking System" (MPS) von Witron gelagert und kommissioniert. MPS ist ein Ware-zum-Mann-System. Dabei steuert der Materialflussrechner alle dafür notwendigen Palettenbewegungen aus dem Hochregallager und signalisiert den Mitarbeitern die Entnahmemengen über Pick-by-Light-Displays.
Die Auftragszusammenführung im OPS, im MPS und zwischen den beiden Bereichen wird durch das Lagerverwaltungssystem überwacht. Ziel ist, jeden Kunden mit einer möglichst geringen Anzahl Packstücke in der optimalen Größe zu beliefern.
Bilstein will auch für sein neues Logistikzentrum im englischen Markham Vale, das 2018 den Betrieb aufnehmen soll, die Witron-Logistik- und Servicemodule zum Einsatz bringen. Von dort aus werden sämtliche Regionen Großbritanniens mit Ersatzteilen versorgt.

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