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E-Commerce: Same-Day wird zum Standard

In zehn Jahren sollen 40 Prozent aller Pakete innerhalb von zwei Stunden geliefert werden. Drohnen, autonome Fahrzeugen und Crowdsourcing-Lieferungen werden wichtig.
Die Zustellung noch am Tag der Bestellung (Same-Day-Delivery) könnte sich in den kommenden Jahren zum Standard im Online-Handel entwickeln. | Foto: Liefery
Die Zustellung noch am Tag der Bestellung (Same-Day-Delivery) könnte sich in den kommenden Jahren zum Standard im Online-Handel entwickeln. | Foto: Liefery
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Tobias Schweikl

In seiner „Future of Fulfillment Vision“-Studie hat die Zebra Technologies Corporation, ein Anbieter von Hardware-, Software- und Analytics-Lösungen für Echtzeit-Transparenz in Unternehmen, die logistische Abwicklung beim Onlineshopping untersucht. Analysiert wurde, wie Hersteller, Transport- und Logistikunternehmen sowie Einzelhändler sich auf die steigenden Anforderungen in der „On-Demand-Wirtschaft“ einstellen.
Laut der Studie planen 78 Prozent der Logistikunternehmen, bis 2023 eine Lieferung am selben Tag anzubieten. 40 Prozent rechnen bis 2028 mit einer Auslieferung innerhalb von zwei Stunden. Darüber hinaus erwarten 87 Prozent der Befragten, bis 2028 auf sogenannte Crowdsourcing-Lieferungen oder ein Netzwerk von Fahrern zurückgreifen zu können. Die befragten Führungskräfte erwarten, dass Drohnen (39 Prozent), fahrerlose/autonome Fahrzeuge (38 Prozent), tragbare und mobile Technologie (37 Prozent) sowie Robotik (37 Prozent) künftig zu den disruptivsten Technologien zählen werden.
Die Umfrage ergab auch, dass die Reduzierung von Lieferrückständen für ein Drittel der Befragten die größte Herausforderung auf dem Weg zum Omnichannel-Fulfillment darstellt, gefolgt von der Bestandszuweisung und den Frachtkosten.
Filialen als Lager
76 Prozent der befragten Einzelhändler verwenden Produkte aus dem Filialbestand, um Online-Bestellungen zu bearbeiten, und 86 Prozent der Befragten planen, im nächsten Jahr Click & Collect-Angebote zu implementieren. Ein Netzwerk von Filialen zur Online-Bestellung gilt vielen Studienteilnehmern als schneller und effizienter als eine Handvoll zentralisierter Lagerhäuser.
Einzelhändler investieren zunehmend in die Umrüstung von Filialen, um sie auch als Online-Fulfillment-Center zu nutzen, und verringern die Verkaufsfläche, um Platz für Abhol- und Retoure-Stationen für Online-Bestellungen zu schaffen. Mehr als 60 Prozent der Einzelhändler, die derzeit keinen kostenlosen Versand, keine kostenlosen Retouren und keine Lieferung am selben Tag anbieten, planen dies in nächster Zeit einzuführen, während 44 Prozent vorhaben, das Retourenmanagement an Dienstleister auszulagern.
Für die Studie wurden mehr als 2.700 Fachkräfte aus den Bereichen Transport und Logistik, Handel und Fertigung befragt. Die Umfragen wurden 2017 in Zusammenarbeit mit dem Forschungspartner Qualtrics in den USA, Kanada, Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Chile, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Russland, Spanien, China, Indien, Australien und Neuseeland durchgeführt.

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