Edeka Minden-Hannover: Pandemie und Hitzeperioden gefährden Lieferfähigkeit

In einem neuen Logistikzentrum bei Magdeburg will Edeka Minden-Hannover demnächst zusätzliche 21.000 Quadratmeter Hallenfläche beziehen. Die Erweiterung soll Nachfragespitzen abfedern.

Edeka Minden-Hannover reagiert mit zusätzlicher Logistikfläche auf zunehmende Nachfragespitzen durch Corona und Extremwetter. | Bild: Garbe Industrial Real Estate
Edeka Minden-Hannover reagiert mit zusätzlicher Logistikfläche auf zunehmende Nachfragespitzen durch Corona und Extremwetter. | Bild: Garbe Industrial Real Estate
Tobias Schweikl

Wenige Wochen nach Baubeginn für das neue Logistikzentrum der Garbe Industrial Real Estate GmbH in Sülzetal bei Magdeburg steht der erste Mieter fest. Edeka Minden-Hannover will im dritten Quartal 2021 etwa ein Viertel der insgesamt 84.000 Quadratmeter Hallenfläche beziehen. Die knapp 21.000 Quadratmeter sollen für lagerlogistische Dienstleistungen genutzt werden und das bestehende Edeka-Zentrallager ergänzen, das der Lebensmitteleinzelhändler seit 1997 im nahe gelegenen Industriegebiet Osterweddingen betreibt.

„Die extremen Wetterlagen der vergangenen Jahre mit langanhaltenden Hitzeperioden und vor allem die Corona-Pandemie zeigen, welch große Bedeutung eine stabile Bestandshaltung in der Logistik hat. Nur so kann auf unvorhergesehene Nachfragespitzen reagiert werden. Der daraus resultierende enorme Bedarf an zusätzlichen Lagerkapazitäten konnte im vergangenen Jahr nur durch das Anmieten von mehreren Lagerflächen im Umland von Magdeburg sichergestellt werden. Auch zukünftig ist zum Erhalt der Lieferfähigkeit für unsere Lebensmittelmärkte und damit zur Sicherstellung der Warenversorgung der Verbraucher eine Anmietung weiterer Lagerflächen notwendig“, erläutert Arnd Wilde, Logistik-Geschäftsführer der Edeka Minden-Hannover. „Die Expansionsflächen an unserem Standort Osterweddingen sind ausgeschöpft. Stattdessen wird durch die Kooperation mit Garbe Industrial Real Estate kurzfristig zusätzliche Lagerfläche geschaffen und unser wichtiger Versorgungsauftrag sichergestellt.“

Das Geschäftsgebiet der Edeka Minden-Hannover reicht von der niederländischen bis zur polnischen Grenze und umfasst neben einem Teil Ostwestfalen-Lippes nahezu vollständig Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt sowie Berlin und Brandenburg.

Garbe entwickelt das Logistikzentrum auf einem rund 200.000 Quadratmeter großen Grundstück im Industriegebiet Osterweddingen (Landkreis Börde) südlich von Magdeburg. Der erste Bauabschnitt umfasst rund 42.000 Quadratmeter. Ausgestattet wird der Neubau mit 80 Überladebrücken und acht ebenerdigen Toren. Auf dem Außengelände entstehen 520 Pkw- und 77 Lkw-Stellplätze. Zur Gewinnung regenerativer Energien wird auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage installiert.

Insgesamt investiert Garbe Industrial Real Estate rund 56 Millionen Euro in den Standort. Voraussichtlich im dritten Quartal 2021 soll der erste Bauabschnitt des Logistikzentrums fertiggestellt sein. Adrian Zellner, Leiter Business Development bei Garbe Industrial Real Estate, geht von einer Vollvermietung der ersten Halle noch im ersten Quartal 2021 aus. Dann soll mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden.

„Mit Mietinteressenten für die noch freien Flächen sind wir im Gespräch“, so Adrian Zellner.

Das Industriegebiet Osterweddingen mit insgesamt 600 Hektar Fläche befindet sich unmittelbar an der A 14 zwischen den Anschlussstellen Magdeburg-Sudenburg und Magdeburg-Reform. Die Autobahn verbindet Magdeburg in südlicher Richtung mit Halle und Leipzig und in nördlicher Richtung mit der A 2 Hannover–Berlin.

„Die ausgezeichnete Verkehrsanbindung macht die Immobilie vor allem für Unternehmen aus Produktion und Logistik interessant, die deutschland- und europaweit ausliefern“, betont Jan Dietrich Hempel, Geschäftsführer von Garbe Industrial Real Estate.

Bei der Vermietung an die Edeka Minden-Hannover war BNP Paribas Real Estate vermittelnd und beratend tätig.

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