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Elektromobilität: EFA-S fährt Fertigung von E-Transportern hoch

Zusätzliche Produktionshalle soll der Expansion der Firma Rechnung tragen. Neben dem Kerngeschäft Umrüstung und der Lizensierung hat der Elektro-Van-Pionier auch die Kleinserienfertigung im Blick. Nachhaltigkeitsgedanke mit Upcycling von Fahrzeugen dominiert.
Auf Expansionskurs: EFA-S nimmt am Stammsitz in Zell eine weitere Produktionsfläche in Betrieb. Größter Kunde für die Ümrüstungen und Kleinserien ist bisher UPS, aber auch Orten Electric Trucks übernimmt die Technik in Lizenz. | Foto: EFA-S
Auf Expansionskurs: EFA-S nimmt am Stammsitz in Zell eine weitere Produktionsfläche in Betrieb. Größter Kunde für die Ümrüstungen und Kleinserien ist bisher UPS, aber auch Orten Electric Trucks übernimmt die Technik in Lizenz. | Foto: EFA-S
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Das auf Entwicklung und Umrüstung von Pkw, Lkw und Bussen zu rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen spezialisierte Unternehmen EFA-S hat eine zusätzliche Produktionshalle in Betrieb genommen. Damit verdoppelt sich die Produktionsfläche am Firmensitz in Zell unter Aichelberg. Die jetzt erfolgte Erweiterung ist bereits die zweite, nachdem EFA-S, seit 2016 im Besitz des chinesischen Beteiligungsunternehmens Beijing Zhonghuan Investment Co. Ltd., schon vor zwei Jahren anbaute. Der Fertigung stehen damit 1400 Quadratmeter Hallenfläche zur Verfügung. „Wir haben in diesem Jahr weitere Prototypen elektrisch betriebener Spezialfahrzeuge entwickelt und gleichzeitig die Fertigung von UPS-Fahrzeugen hochgefahren“, erläuterte Geschäftsführer Bastian Beutel die Notwendigkeit des Ausbaus. „Um alle Aufträge zeitnah ausführen zu können, brauchen wir die zusätzliche Produktionskapazität.“ Das Wachstum des 2009 gegründeten Unternehmens beruht auf drei Geschäftsfeldern. „Unser Kerngeschäft ist bisher die Umrüstung herkömmlicher Pkw, Lkw und Busse zu umweltfreundlichen Elektrofahrzeugen“, so Beutel. „Hier entwickeln wir mit mehreren Ingenieuren Prototypen neuer Elektrofahrzeuge, wobei zunehmend Spezialfahrzeuge im Vordergrund stehen.“ Dazu gehörte in diesem Jahr unter anderem ein Getränke-Lkw, der für die Brauerei Dinkelacker in Stuttgart unterwegs ist, ein Kommunalfahrzeug für die Bochumer Verkehrsbetriebe sowie Kleinbusse und andere Sonderfahrzeuge. Antriebsstrang, Energieversorgung und Batteriemanagement werden dabei individuell auf die Einsatzanforderungen der Kunden zugeschnitten.

„Nach der Prototypenentwicklung überlassen wir die anschließende Serienfertigung in den meisten Fällen Vertragspartnern, die dann auch Wartung und Reparaturen der Fahrzeuge übernehmen“, führte Beutel weiter aus. Diese Lizenznehmer verpflichten sich, die für die Elektrifizierung nötigen Teile über EFA-S zu beziehen. „Durch diese Bündelung erzielen wir beispielsweise bei Batterien oder Elektromotoren Einkaufsvorteile, wodurch die Fahrzeuge günstiger werden können.“ Solche Partnerschaften mit Lizenzfertigung sind das zweite Geschäftsfeld von EFA-S. Sie bestehen beispielsweise mit der Firma Orten Electric-Trucks in Bernkastel-Kues oder auch mit Sightseeing Trains Rügen, einem europäischen Hersteller von Wegebahnen. Das dritte Geschäftsfeld von EFA-S bildet die eigene Kleinserienproduktion elektrischer Fahrzeuge, die wie die Entwicklung in Zell stattfindet. Größter Kunde ist hier der Paket- und Expressdienst UPS, für den das Unternehmen seit 2010 mehr als 160 Paketfahrzeuge auf Elektroantrieb umgerüstet hat. Alle von EFA-S umgebauten Fahrzeuge haben zusammen bereits mehr als vier Millionen Kilometer elektrisch zurückgelegt. Dadurch seien rund 640.000 Liter Diesel eingespart werden, teilt der Umrüster mit. Umgerechnet hätten die EFA-S-Fahrzeuge damit den Ausstoß von 1.700 Tonnen des Klimagases CO2 vermieden. Der gesamte Nachhaltigkeitseffekt sei aber noch viel höher, erklärt Beutel, „weil bei Fahrzeugen nicht ihr Betrieb für die größte Umweltbelastung sorgt, sondern Produktion und Verschrottung. Und das vermeiden wir durch die Umrüstung und den Weiterbetrieb gebrauchter Fahrzeuge.“ (ha/jr)

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