Elektromobilität: Förderbescheide für kommunale Projekte

Bundesverkehrsminister gibt "grünes Licht" für 96 Projekte in Städten und Gemeinden, vom Elektro-Verteiler-Lkw bis zum E-Bus oder -Taxi. Gesamtvolumen 7,1 Millionen Euro.
Vor Ort gefördert: Auch E-Carsharing-Flotten wie das 2015 erfolgreich abgeschlossene Cologne E-Mobil wurden aus dem Programm des BMVI unterstützt. | Foto: Modellregion EM
Vor Ort gefördert: Auch E-Carsharing-Flotten wie das 2015 erfolgreich abgeschlossene Cologne E-Mobil wurden aus dem Programm des BMVI unterstützt. | Foto: Modellregion EM
Johannes Reichel

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat in Berlin die ersten Förderbescheide aus dem Förderprogramm zur batterieelektrischen Elektromobilität übergeben. 96 Projekte in Städte, Gemeinden, Landkreisen und andere kommunale Akteure erhalten Gelder für den Aufbau der Elektromobilität vor Ort. Die Bandbreite der Projekte reiche von der Beschaffung von Elektro-Gelenkbussen über die Etablierung eines Car-sharing-Services mit E-Autos und eines Elektro-Taxi-Aktionsplans bis zu E-Mobilitätskonzepten für ganze Landkreise, skizzierte das Ministerium. Das Gesamtvolumen der Förderbescheide betrage 7,1 Millionen Euro. Damit würden Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 17 Millionen Euro ermöglicht.

Unter den geförderten Projekten finden sich auch Logistikunternehmen. Unterstützt wird etwa DSV Road GmbH, Hamburg für den Einsatz eines batteriebetriebenen 18 t Lkw im Rahmen der Filial- und Handelsbelieferung. Auch die Opfenbacher Max Müller Spedition GmbH wird beim Kauf eines Elektro-LKW der Marke IVECO Stralis E-Force unterstützt. Auch die Budget-Märkte von Tedi erhielten Unterstützung für ihre "Feinstaubfreie Belieferung der Filialen in den Innenstädten" mit 12-Tonnen-Elektro-Lkw. Außerdem erhielt die Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG eine Förderzusage für den "Einsatz eines Elektro-LKW als Kühlfahrzeug".

Verkehrsminister Dobrindt erklärte bei der Übergabe der Bescheide: "Wir wollen der Elektromobilität flächendeckend zum Durchbruch verhelfen. Daher haben wir ein Förderprogramm für unsere Regionen mit jährlich 30 Millionen Euro gestartet und unterstützen damit die kommunalen Akteure beim Aufbau der Elektromobilität vor Ort." Die große Zahl der Förderbescheide zeige, dass das Förderprogramm ein Erfolg ist. Die Kommunen und Landkreise übernähmen Verantwortung und führten ihre Regionen in die Mobilität der Zukunft, befand der Minister.

Mit dem Förderprogramm zur batterieelektrischen Elektromobilität unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Beschaffung von Elektrofahrzeugen, den Aufbau von Ladeinfrastruktur und die Erarbeitung von kommunalen Elektromobilitätskonzepten. Die Förderung erfolgt anteilig. Bei der Beschaffung von Fahrzeugen werden beispielsweise die elektromobilitätsbedingten Mehrkosten finanziert. Daneben werden strategische Forschungs- und Entwicklungsprojekte unterstützt. Die Förderrichtlinie läuft bis 2019. Weitere Informationen unter:

www.bmvi.de/foerderrichtlinie-elektromobilitaet

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