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Elektromobilität: KEP-Transporteur setzt auf E-Vans statt Diesel

Ein Subunternehmer von DPD und GLS schaffte sich zwei Nissan eNV200 mit Acht-Kubik-Volumenerweiterung vom Umrüster Voltia an. Er reagiert damit auch auf die Diskussion um Einfahrverbote.
Unterstützung: Wirtschaftsförderin Sabine Radig überzeugte sich jetzt bei Michael Mlynarcyk von den beiden neuen Transportern. Foto: U. Heinze
Unterstützung: Wirtschaftsförderin Sabine Radig überzeugte sich jetzt bei Michael Mlynarcyk von den beiden neuen Transportern. Foto: U. Heinze
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Johannes Reichel

Das KEP-Transportunternehmen MMK Frachtdienste GmbH aus Unna hat seine Flotte um zwei Elektrofahrzeuge erweitert. Neben einem Fahrzeug, das für GLS im Einsatz ist, steht ein weiteres baugleiches Modell für DPD in Diensten. Geschäftsführer Michael Mlynarcyk bietet gemeinsam mit seinem 36-köpfigen Team Kurier- und Transportlösungen für alle großen Paketdienste im Umkreis an. Er zeigte sich mit den Neuanschaffungen sehr zufrieden. „Wir haben zwei Dieselfahrzeuge abgemeldet und dafür zwei E-Transporter angemeldet", berichtet Mlynarcyk. Die beiden neuen Wagen kommen sowohl in der Dortmunder als auch in der Unnaer Innenstadt zum Einsatz. Mit den E-Fahrzeugen reagiert der Geschäftsführer der MMK Frachtdienste GmbH unter anderem auf die Diskussion um die Dieselfahrverbote in deutschen Innenstädten. „Mir war es wichtig, dass wir uns als Unternehmen nachhaltig für die Zukunft aufstellen und auch ein Stück weit eine Vorreiterrolle einnehmen, was das Thema Umweltschutz angeht," erklärt Mlynarcyk die Anschaffung der beiden E-Transporter. Außer der Post AG sei ihm kein weiteres Unternehmen der Branche bekannt, das in der Region E-Transporter im Einsatz habe.

Bei Mlynarcyks neuen Fahrzeugen handelt es sich um eine Sonderanfertigung. Die Firma Voltia aus Bratislava kaufe vom japanischen Autohersteller Nissan den E-NV 200 als Grundmodell ein. Dieser werden dann verlängert und erhöht und so zum Voltia e-NV 200 Maxi umgebaut. Nach dem Umrüsten verfügen die Fahrzeuge über ein Ladevolumen von acht Kubikmetern. Ein normaler Kastenwagen, der üblicherweise in der Branche zum Ausliefern von Paketen eingesetzt wird, verfüge über ein Ladevolumen von zwölf Kubikmetern, so der Geschäftsführer weiter. Mlynarcyk, der sich seit 2009 intensiv mit dem Thema E-Mobilität beschäftigt, wurde im Internet auf das Unternehmen Voltia aufmerksam, dessen Transporter vor allem in Polen, Tschechien und der Slowakei im Einsatz sind. In Deutschland sei die Lösung, die das slowakische Unternehmen anbietet, bisher weitgehend unbekannt. „Das ist sehr schade", meint der MKK-Geschäftsführer, der von Preis, Volumen, Reichweite (140 Kilometer) und Technologie des Voltia e-NV 200 Maxi überzeugt ist. Deshalb hat er einen Kooperationsvertrag mit dem slowakischen Unternehmen geschlossen. Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich für einen umgerüsteten Nissan interessieren, können sich an Mlynarcyk wenden, der seine beiden E-Transporter gerne vorstellt. Zwei seiner beiden Kunden (DPD und GLS) konnte Mlynarcyk bereits im Vorfeld seiner Neuanschaffung überzeugen. Beide Unternehmen waren von der Idee, die Elektrotransporter made in der Slowakei, einzusetzen begeistert und bezuschussen die Einsätze der Fahrzeuge durch Sondervergütungen.

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