Elektromobilität: MAN und Siemens für einheitliche Ladetechnologie

Lkw-Hersteller MAN und Technologiekonzern Siemens beteiligen sich an der Charging Interface Initiative „Charin“. Ziel ist die Etablierung einheitlicher Ladesysteme für Elektrofahrzeuge.
Eine einheitliche Ladetechnologie soll die Nutzung von batteriebetriebenen Fahrzeugen für Betreiber von Fuhrparks und Stadtbusflotten vereinfachen. | MAN Truck & Bus
Eine einheitliche Ladetechnologie soll die Nutzung von batteriebetriebenen Fahrzeugen für Betreiber von Fuhrparks und Stadtbusflotten vereinfachen. | MAN Truck & Bus
Martina Bodemann

Die Charging Interface Initiative (Charin e.V.) hat sich die Normung der Schnittstellen und Ladetechnologien von batteriebetriebenen Fahrzeugen auf die Fahnen geschrieben. Der Vereinigung sind nun auch der Lkw-Hersteller MAN Truck & Bus und der Technologiekonzern Siemens beigetreten. Die Initiative legt für teilnehmende Hersteller Produktionsstandards fest, um die Ladetechnik unter dem so genannten Combined Charging System (CCS) zu vereinheitlichen. Genormte Produkte sollen für den Kunden an einem eigenen Siegel erkennbar sein. Laut Charin werden auch die künftigen Weiterentwicklungen mit älteren CCS-Modulen kompatibel sein.
MAN könne seine Erfahrung mit elektrifizierten Antriebssträngen in die Initiative einbringen, so das Unternehmen. Während MAN den Schwerpunkt auf intelligente Ladesysteme für Flottenkunden legt, sieht Siemens seine Stärken in den Bereichen Leistungselektronik, Automatisierungstechnik und Digitalisierung im Vordergrund.
Der in Berlin angesiedelte Zusammenschluss Charin vereint über 60 Mitglieder aus der Elektro- und Automobilbranche. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem die Pkw-Hersteller BMW, Daimler und Volkswagen, aber auch der Ladesteckerhersteller Mennekes und der TÜV Süd.

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