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Elektromobilität: Projekt iHub integriert E-Lkw in die Dieselflotte

IT-gestütztes System zur Steuerung gemischter diesel- und elektrobetriebener Lkw-Flotten wird offiziell gestartet. DB Schenker als Konsortialführer, Framo mit drei Elektro-Lkw beteiligt.
Breite Beteiligung: Die Integration von Elektro-Lkw in konventionelle Diesel-Flotten erfordert das Know-How vom Lkw-Hersteller über Telematikanbieter bis hin zum Logistiker. | Foto: iHub
Breite Beteiligung: Die Integration von Elektro-Lkw in konventionelle Diesel-Flotten erfordert das Know-How vom Lkw-Hersteller über Telematikanbieter bis hin zum Logistiker. | Foto: iHub
Johannes Reichel

In Berlin fiel jetzt der offizielle Startschuss für das Projekt "iHub" zur Integration von elektrischen und dieselbetriebenen Lkw in die Flottentelematik eines Logistikzentrums. Durchführungsort ist die Berliner Geschäftsstelle des Konsortialführers Schenker Deutschland AG. Man leite damit die Zukunft des Flottenmanagements in der Stückgut-Logistik ein, hieß es in einer Pressemitteilung. Beteiligt sind neben Schenker der Hersteller von Elektro-Lkw FRAMO GmbH aus dem sächsischen Langenbernsdorf, das Softwarehaus PTV AG aus Karlsruhe sowie die Forschungsinstitute Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI aus Dresden und das Institut für postfossile Logistik aus Münster. Sie entwickeln gemeinsam das IT-gestützte System „iHub“. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „IKT für Elektromobilität III“ des Bundesministeriums für Wirtschaft gefördert, ist damit Teil der „Digitalen Agenda 2014 bis 2017“.

„Die Elektromobilität stellt für die Stückgutlogistik eine besondere Herausforderung dar: Für die Branche ist es von besonderer Bedeutung, schnell, pünktlich und zuverlässig zu sein. Deshalb benötigen Logistikdienstleister Transportmittel, die stets ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen“, erläuterte Prof. Dr. Karl-Georg Steffens, Geschäftsführer des Instituts für postfossile Logistik (PFL). Elektrofahrzeuge hätten durch die Notwendigkeit, nach einer gewissen Kilometerleistung aufgeladen zu werden, einen Nachteil gegenüber dieselbetriebenen LKW. Eine Integration von Elektro-Lkw in die Fahrzeugflotten von Logistikdienstleistern erfordere daher eine intelligente Steuerung, die diesen Nachteil ausgleicht und mittels einer dynamischen Tourenplanung Transportaufträge nur dann einem Elektro-Lkw zuteilt, wenn dieser den Auftrag mit der gleichen Zuverlässigkeit erledigen kann wie ein Diesel-Lkw.

Diese Steuerung sei die Hauptaufgabe des zu entwickelnden Systems „iHub“. Neben den technischen Herausforderungen werde das System zudem darauf achten, dass die zu entwickelnde Lösung eine wirtschaftliche Alternative zu den klassischen Lkw-Flotten darstellt. Dafür werde zur Optimierung der wirtschaftlichen Effizienz der Gesamtflotte unter anderem der „State of Use“, der Abnutzungsgrad der Fahrzeugbatterien, herangezogen, um einen gleichmäßigeren Einsatz der Elektrofahrzeuge zu ermöglichen. Mithilfe der Systeme, die im Vorhaben entwickelt und getestet werden, sollen drei Elektro-Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von je bis zu 18 Tonnen an der Geschäftsstelle Berlin der Schenker Deutschland AG optimal eingesetzt werden. Gelingt es, die Systemvorteile der Elektromobilität, wie geringe Treibhausgas- und Geräuschemission, im Praxiseinsatz einer Mischflotte mit informationstechnischer Hilfe praktikabel zu nutzen, sei ein wichtiger Entwicklungsschritt hin zu postfossiler, emissionsfreier Logistik getan, gaben die Initiatoren als Projektziel aus.

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