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Elektromobilität: Scania stellt Oberleitungs-Hybrid-Truck vor

Seit kurzem betreibt Schweden die weltweit ersten zwei Kilometer elektrifizierter Straße. Scania hat eigens für dieses Projekt einen Oberleitungs-Lkw entwickelt. Die Fahrzeuge sind hybridfähig und Euro-6-zertifiziert. In den Tank kommt Bio-Kraftstoff.
Unter Strom: Auf der weltweit ersten elektrischen Straße, die Scania mit Siemens und anderen Partnern eröffnet hat, rollen die Elektro-Diesel-Modelle vom Typ Scania G 360 quasi im "Realverkehr". | Foto: Scania
Unter Strom: Auf der weltweit ersten elektrischen Straße, die Scania mit Siemens und anderen Partnern eröffnet hat, rollen die Elektro-Diesel-Modelle vom Typ Scania G 360 quasi im "Realverkehr". | Foto: Scania
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Redaktion (allg.)

Scania forciert seine Pläne für den Einsatz von Oberleitungs-Lkw und hat jetzt einen hybridfähigen und Euro-6-zertifizierten Lastwagen vorgestellt. „Die elektrische Straße ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem Verkehr ohne fossile Brennstoffe. Scania engagiert sich für den Erfolg dieses Projektes und setzt sich für nachhaltige Transportlösungen ein“, erklärte Claes Erixon, bei Scania als Leiter für die Bereiche Forschung und Entwicklung verantwortlich. Die eingesetzten Lastwagen erhalten ihren Strom über Stromabnehmer, der hinter der Kabine auf dem Rahmen montiert ist. Der wird während der Fahrt an die Drähte über der rechten Spur angeschlossen. So können sich die Lkw während der Fahrt beliebig an die Oberleitung anschließen und wieder abkoppeln. Verlässt also das Fahrzeug die Spur mit dem Fahrdraht, dann koppelt es den Stromabnehmer ab. Der Verbrennungsmotor oder der batteriebetriebene Elektromotor sorgen weiter für den Antrieb. Dasselbe geschieht, wenn der Fahrer auf dem elektrischen Abschnitt ein anderes Fahrzeug überholen will.

Scania sieht in der elektrischen Straße ein Schlüsselelement, das Schwedens bis 2030 zu energieeffizienten und erdölfreien Fahrzeugflotten verhelfen kann. Zudem könne sie dazu beitragen, Schwedens Konkurrenzfähigkeit auf dem sich schnell entwickelnden Gebiet des nachhaltigen Transports zu stärken. Davon geht jedenfalls Nils-Gunnar Vågstedt aus. Er ist bei Scania die Forschung im Bereich Elektrifizierung verantwortlich. „Die potenziellen Kraftstoffersparnisse durch Elektrifizierung sind erheblich und die Technologie hat das Zeug dazu, zu einem Grundpfeiler des erdölfreien Straßenverkehrs zu werden“, so Vågstedts Überzeugung. Die Investition in das Electric Road E16 Programm in Gävle ist ein Resultat einer von den schwedischen Behörden lancierten, öffentlichen Auftragsvergabe. Die Technologie wird hauptsächlich von der schwedischen Transportbehörde Trafikverket, der schwedischen Energiebehörde Energimyndigheten, der Innovationsstelle Vinnova, Scania und Siemens finanziert. Die Region Gävleborg übernimmt die Projektkoordination.

Die elektrische Straße sei nur eine von mehreren zukunftsweisenden Technologien, an denen Scania arbeitet, um die Verbreitung von nachhaltigen Lösungen sowohl im Stadt- als auch im Fernverkehr voranzutreiben, skizziert derHersteller. Das Unternehmen entwickle zudem Technologien für alternative Kraftstoffe, hybridisierte und vollelektronische Fahrzeuge und autonome sowie drahtlos vernetzte Transportmittel. (ha)

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