Elektromobilität: Sonderkennzeichen und Miniprivilegien

Ab sofort können E-Auto-Nutzer ein Sonderkennzeichen ordern - und kleinere Privilegien beanspruchen. Sofern die Kommune die Voraussetzungen schafft.
Kleine Vorfahrt: Die Nutzung von Busspuren für Elektroautos oder kostenfreies Parken in der Stadt liegen im Ermessen der Kommunen. / Foto: Nissan
Kleine Vorfahrt: Die Nutzung von Busspuren für Elektroautos oder kostenfreies Parken in der Stadt liegen im Ermessen der Kommunen. / Foto: Nissan
Johannes Reichel

Ab dem vergangenen Wochenende können Nutzer von Elektroautos gemäß einer neuen Verordnung ein Sonderkennzeichen mit dem zusätzlichen Buchstaben "E" bestellen. Der soll nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) darauf hinweisen, dass das Fahrzeug mit Strom fahren. Der Minister verspricht sich davon einen "echten Erkennungseffekt". Als kleinere Privilegien sieht das Elektromobilitätsgesetz, in dessen Rahmen die Kennzeichnung stattfindet, vor, dass Elektroautofahrer etwa die Busspuren benutzen oder in den Städten kostenfrei parken können. Dies gilt allerdings nur, wenn die jeweilige Kommune die Vorraussetzungen dafür geschaffen hat. Bisher sind die Kommunen allerdings in dieser Hinsicht zögerlich. Nicht zuletzt die Unternehmen des ÖPNV befürchten Konflikte und in der Folge Verzögerungen des Nahverkehrs.

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