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Erdgastransporter: VW Caddy und Fiat Doblo CNG bei Kosten vor Diesel

In der aktuellen Vollkostenaufstellung des ADAC sind auch die Kleintransporter Fiat Doblo und VW Caddy gelistet. Jeweils liegt die CNG-Version vor Diesel und Benziner, schon ab 10.000 km pro Jahr.
Antriebs-Alternative: Der ADAC ermittelte in seinem Vollkostenvergleich auch für den neuen VW Caddy Vorteile für die CNG-Version zu Diesel und Benziner. | Foto: VW Nutzfahrzeuge
Antriebs-Alternative: Der ADAC ermittelte in seinem Vollkostenvergleich auch für den neuen VW Caddy Vorteile für die CNG-Version zu Diesel und Benziner. | Foto: VW Nutzfahrzeuge
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Johannes Reichel

Der Erdgasantrieb punktet im aktuellen Vollkostenvergleich des ADAC nicht nur im Pkw-Segment gegenüber Diesel und Benzinern, sondern auch bei den City-Vans. Die Aufstellung zum Herbst 2015 enthält neben dem Fiat Doblo sowie dem baugleichen Opel Combo auch den Fiat Fiorino sowie den neuen VW Caddy. In der größeren Klasse ist zudem der Mercedes Sprinter als Kombi-Variante gelistet, was ebenso Rückschlüsse auf die Kastenversion erlaubt. Jeweils werden Diesel, Benziner und Erdgasvarianten miteinander verglichen und eine Kostenbilanz über 10.000, 15.000, 20.000 und 30.000 Kilometer/Jahr gezogen. Als Preisbasis legt der ADAC 1,05 pro kg Erdgas, 1,15 Euro pro Liter Diesel sowie 1,35 Euro pro Liter Benzin zugrunde.

Interessant sind vor allem die Werte für den neuen VW Caddy, den es neuerdings in einer 1,4-Liter-Turbo-Erdgas-Variante gibt. Die kostet zum Diesel etwa 1500 Euro, zum Benziner etwa 2500 Euro mehr in der Anschaffung. Der TGI setzt sich beim Vollkostenvergleich der schlichtesten Caddy-Variante "Kombi" bei allen Jahresfahrleistungen vor Diesel und Benziner. Bei 10.000 km betragen etwa die Kosten in ct/km 64,2 gegenüber 65,9 ct/km beim 1,4-Liter-Benziner (92 kW) und 66,1 ct/km beim 2,0-Liter-TDI SCR Euro 6. Mit steigender Laufleistung steigt die Kostendifferenz bis auf 3,2 ct/km zum Benziner, während der Diesel bei 30.000 km jährlicher Fahrleistung bis auf 0,2 ct/km fast gleichauf zum Erdgas-Modell fährt. Im Falle der besser ausgestatteten Variante "Conceptline" wurde auch der in der Anschaffung sehr günstige 1,2-Liter-Basis-Benziner verglichen, der sich bis 15.000 km vor die CNG-Version und den Diesel setzt. Die jüngst eingeführte Dreizylinder-Benzier-Variante wurde noch nicht berücksichtigt, sie liegt im Verbrauch günstiger, aber in der Anschaffung deutlich höher als der 1,4 TSI. Einen noch größeren Vorsprung fährt der TGI-Motor gegenüber TSI und TDI als Maxi-Version ein, die auch über einen größeren Erdgasvorrat verfügt und bis zu 860 km Reichweite bieten soll. Hier liegt der TGI bei 30.000 km/Jahr sogar 0,9 ct/km vor dem Diesel.

Beim Fiat Doblo, wo der Preis des 88-kW-Erdgasmodells zum 88-kW-Diesel fast identisch ist, liegt folglich die Tjet Natural Power genannte Erdgas-Version von 10.000 km/Jahr ab exakt 4 ct/km günstiger als der Mulijet-Diesel. Der holt bis 30.000 km jährlicher Fahrleistung dann zwar massiv bis auf 0,6 ct/km auf, kann den CNG-Doblo allerdings nicht überrunden.

Der kleinere Fiat Fiorino, den der Hersteller noch mit einem relativ angejahrten 1,4-Liter-Erdgas-Motor ohne Turboaufladung (51 kW) anbietet, liegt das CNG-Modell dagegen nur bis 10.000 km/Jahr vorn. Ab 15.000 km fährt man mit dem 1,3-Liter-Multijet-Diesel (55 kW) günstiger, allerdings auch, weil der CNG-Mini-Van mit 6,0 kg/100 km Erdgas sehr trinkfreudig ist, der Diesel mit 4,5 l/100 km dagegen sehr sparsam.

Noch eindeutiger liegt der Fall beim Mercedes Sprinter. Hier liegt der 316 CDI mit Biturbo-Dieselmotor (120 kW) als mittellange 3,5-Tonnen-Variante von Anfang an deutlich vor dem Erdgas-Sprinter NGT mit 115-kW-Motor, der allerdings mit 8,0 kg/100 km auch kräftig zulangt, während der CDI mit 6,9 l/100 km für diese Fahrzeugklasse äußerst asketisch über die Runden kommt. In der Bilanz legt der Diesel hier mit 137,8 ct/km zu 144,2 ct/km 6,4 ct zwischen sich und die NGT-Version. Bei 30.000 km Jahresfahrleistung schrumpft die Kluft dann immerhin, es bleiben aber 3 ct/km an Differenz.

Grundsätzlich stoßen Erdgasmotoren deutlich weniger Stickoxide aus und emmittieren quasi keine Rußpartikel.

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