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Ersatzteillogistik: Amazone will schneller werden

Erweiterte Lagerkapazitäten, mehr Leistung und effizientere Abläufe – Amazone hat die Logistik für seine Ersatzteile überarbeitet.

Mit neuer Ersatzteillogistik fit für die Zukunft: Der Standort Leeden bietet Amazone gute Voraussetzungen für funktionale Optimierungen und bauliche Erweiterungen. | Bild: Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG
Mit neuer Ersatzteillogistik fit für die Zukunft: Der Standort Leeden bietet Amazone gute Voraussetzungen für funktionale Optimierungen und bauliche Erweiterungen. | Bild: Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG
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Tobias Schweikl

Der Land- und Kommunalmaschinenhersteller Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG erweitert seine Lagerkapazitäten und realisiert mehr Leistung und effizientere Abläufe im Bereich der Ersatzteillogistik. Anlass ist der Neubau einer Produktionshalle, durch den an anderer Stelle Fläche frei wird.

Projektpartner ist die Pierau Unternehmensberatung GmbH. Das Team um die Projektleiter Dirk Wohlgemuth und Jens Pommerening entwickelte ein Lagerkonzept, das die Umnutzung von Flächen, die Integration gezielt ausgewählter Technik und optimierte Prozesse umfasst.

Servicequalität entscheidet

Zurzeit ist die Ersatzteillogistik am Amazone-Hauptsitz in Hasbergen-Gaste untergebracht. Weil die rund 40.000 dort lagernden Artikel insbesondere in puncto Beschaffenheit und Geodaten stark variieren, verteilen sie sich auf verschiedene Lagersysteme.

„Das sehr spezifische Artikelspektrum mit teils großvolumigen Komponenten über eine längere Zeitspanne bereitzuhalten, hat einen hohen Servicecharakter – das schätzen unsere Kunden.“ erklärt Carolin Wiebusch-Rakonjac, Leitung des Ersatzteilwesens bei Amazone. Allerdings verringerte dies bei parallel stark steigenden Umsätzen auch sukzessive die Lagerkapazitäten.

Um weiterhin reibungslose Abläufe in den Prozessen, der IT und der Arbeit der Gewerke zu gewährleisten, wird die Ersatzteillogistik künftig am Standort in Leeden abgewickelt. Auf der Fläche der bisherigen Produktionsstätte stehen rund 11.000 m² Hallen- und rund 9.000 m² Außenfläche zur Verfügung.

„Die bauliche Anordnung der Hallen in Leeden bietet gute Voraussetzungen für sowohl funktionale Optimierungen als auch bauliche Erweiterungen. So lassen sich langfristig effiziente Abläufe sicherstellen und bei Bedarf Kapazitäten einzelner Lagerbereiche erweitern“, erläutert Jens Pommerening.

Die Detailplanung umfasste Maßnahmen, wie die Einführung neuer Lager- und Kommissioniertechnik, die alle Anforderungen an eine effiziente Ersatzteillogistik erfüllen: schnelle Verfügbarkeit, hohes Servicelevel, Anpassung der Lagerplätze auf stark unterschiedlich dimensionierte Artikel sowie Optimierungen im Warenfluss und einzelner Arbeitsabläufe.

Neue Ein- und Auslagerstrategie

In einem Automatischen Kleinteilelager (AKL) werden A-, B- und C-Artikel zukünftig vollautomatisch ein- und ausgelagert. Nicht AKL-fähige Artikel werden aus dem Wareneingang direkt in die manuellen Lagerbereiche verbracht. Dazu gehören ein Schmalganglager für palettenfähige Artikel, welches mit halbautomatischen Kommissionierstaplern bewirtschaftet wird, sowie außerdem speziell auf die Lagerung von Lang- und Sperrgütern ausgelegte Lagerbereiche.

Eine weitere Steigerung der Lagerkapazitäten erzielt Amazone, indem im Rahmen der Planung die Lagerplatzdimensionen optimiert wurden. Um diese Optimierung vollumfänglich ausschöpfen zu können, ist die Qualität der Artikelstammdaten von großer Bedeutung. So wird im Wareneingang durch einen halbautomatischen Prozess zur Erfassung der Geodaten eine hohe Effizienz erzielt.

„Zu den wichtigsten Neuerungen gehört, dass Amazone die Aufträge künftig nicht mehr linear abwickelt, sondern zentral konsolidiert und parallel bearbeitet“, so Dirk Wohlgemuth. Durch diesen abgestimmten Prozess und die Kombination aus vollautomatischer Behälterbereitstellung aus dem AKL und manueller Kommissionierung können deutlich verbesserte Durchlaufzeiten und eine hohe Leistungsfähigkeit erreicht werden.

Der Neubau für die Produktionserweiterung in Bramsche steht inzwischen. Mit dem sukzessiven Umzug nimmt auch die neue Ersatzteillogistik in Leeden immer konkretere Formen an.

„Damit ist unser Ersatzteilmanagement bestens aufgestellt, um das angestrebte Wachstum in Zukunft zu bewältigen und einen zuverlässigen Kundendienst zu gewährleisten“, ist Carolin Wiebusch-Rakonjac überzeugt.

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