EU-Mobilitätspaket: Verbände fordern Verabschiedung

Ein breites Bündnis von europäischen Transportverbänden fordert vom Europäischen Parlament, das Mobilitätspaket 1 endlich zu verabschieden. Gerade in der Corona-Krise brauche es EU-weit Klarheit.

Klarheit EU-weit: Die Transportverbände fordern, dass es gerade in der Corona-Krise eine Linie und harmonisierte Regeln im Gewerbe geben müsse. | Foto: Michael Knoll auf Pixabay
Klarheit EU-weit: Die Transportverbände fordern, dass es gerade in der Corona-Krise eine Linie und harmonisierte Regeln im Gewerbe geben müsse. | Foto: Michael Knoll auf Pixabay
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Ein breites Bündnis europäischer Transport- und Logistikverbände hat das EU-Parlament aufgefordert, das lange vorliegende Mobilitätspaket 1 endlich zu verabschieden. In ihrem Appell an die Parlamentarier monieren die beteiligten Verbände aus Frankreich, Deutschland, den Nordischen Staaten, der Slowakei, der Tschechischen Republik, den Niederlanden, Italien, Spanien und Portugal, dass das Paket nach inzwischen dreijähriger Gesetzesarbeit noch immer nicht fertiggestellt sei. Da Gesetzes-Paket warte noch immer auf seine Genehmigung im Europäischen Parlament.

„Es ist jetzt unerlässlich, dass auch die Abgeordneten den Wettbewerbsverzerrungen im europäischen Straßenverkehrsmarkt mit vielen unterschiedlichen Ansätzen der Mitgliedstaaten ein Ende bereiten. Das Paket wird einen besser harmonisierten europäischen Rahmen, effizientere Wettbewerbsbedingungen und einen faireren Wettbewerb zwischen Straßentransportunternehmen in der EU gewährleisten“, heißt es in dem Aufruf.

Den haben neben dem BGL auch der FNTR aus Frankreich, der NLA aus den Nordische Staaten, die beiden dänischen Verbände DTL und ITD, der schwedische Verband SA, der NLF aus Norwegen, die finnische Fin Mobility, CESMAD Bohemia aus der Tschechische Republik, der CESMAD Slowakei, der niederländische TLN, die beiden italienischen Verbände CONFTRASPORTO und FAI, ASTIC und CETM in Spanien und der ANTRAM aus Portugal unterzeichnet.

„Wir können es uns nicht länger leisten, noch mehr Zeit verstreichen zu lassen, wenn gleichzeitig andere große Herausforderungen wie Digitalisierung, saubere Energie und sauberer Verkehr vor uns liegen!“

Auch die aktuelle COVID-19-Krise nennen die Verbände als Grund für ihre dringende Aufforderung an die Parlamentarier in Brüssel, endlich das Mobilitätspaket zu verabschieden. Es gehe gerade jetzt darum, „Klarheit und harmonisierte Regeln für den Straßengüterverkehr in Europa zu gewährleisten“.

Die heutige Krise zeige deutlich, dass gut funktionierende Märkte für den heimischen Güterverkehr ebenso notwendig sind wie der grenzüberschreitende Verkehr, um die Logistikkette aufrecht zu halten und die Versorgung unserer Bevölkerung zu garantieren.

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