Werbung
Werbung
Werbung

Export: Netzwerk von Zollagenten startet

Unter dem Namen Customs Heroes wurde im Rahmen der transport logistic 2019 in München ein digitales Zoll-Broker-Netzwerk vorgestellt. Gebühren sollen um bis zu 50 Prozent sinken.

Die neue Plattform Customs Heroes setzt für die Exportabwicklung über Zollagenten auf einen digitalisierten Prozess. | Bild: Pixabay
Die neue Plattform Customs Heroes setzt für die Exportabwicklung über Zollagenten auf einen digitalisierten Prozess. | Bild: Pixabay
Werbung
Werbung
Tobias Schweikl

Der Logistik- und Außenwirtschaftssoftware-Spezialist AEB hat auf der Fachmesse transport logistic die so genannten Customs Heroes präsentiert. Über das digitale Zollbroker-Netzwerk stehen die weltweiten Services renommierter Zollagenten wie beispielsweise Channel Ports, Rusak, Perinter, Portmade und Nord Quest auf nur einer Plattform zur Verfügung. Das System digitalisiert die oft uneinheitlichen Prozesse zwischen den Zollagenten und Unternehmen aus Industrie, Handel und Spedition.

„Daraus ergeben sich sowohl für die Zollagenten als auch für den Kunden eine Reihe von Vorteilen. Die Verzollung wird beschleunigt, manuelle Datenerfassung entfällt. Dadurch reduzieren sich die Kosten und Gebühren der Zollagenten für ihre Dienstleitung – um bis zu 50 Prozent gegenüber den üblichen Sätzen“, sagt Mark Brannan, Director International Business Development bei AEB. 

Bislang ist die Zusammenarbeit von Versendern oder Speditionen mit den Zollagenten mit einem hohen manuellen Aufwand verbunden. In einer jüngst von AEB durchgeführten Studie gaben 63 Prozent der befragten Unternehmen an, mit den Zollagenten noch per E-Mail und Telefon zu kommunizieren. Die Zollagenten müssen die so übermittelten Daten dann manuell in ihr eigenes IT-System übertragen.

Digitalisierung der Verzollung

Customs Heroes setzt auf einen digitalisierten Prozess. Die Nutzer übermitteln die zur Zollabwicklung notwendigen Daten über eine Schnittstelle an die Customs-Heroes-Plattform, die sie in strukturierter Form an den jeweiligen Zollagenten weitergibt. Der Zollagent übernimmt sie automatisiert in sein System. Nach der Zollanmeldung gehen Dokumente zur Überlassung sowie Zoll- und Steuerbescheide an den Auftraggeber zurück. Der Auftraggeber kann sich außerdem jederzeit online über den Status seiner Verzollungen informieren.

Mit dem Brokernetz haben die Unternehmen nur einen einzigen Vertragspartner, über den sie die Zollabwicklung durch unterschiedliche Agenten und für viele Länder managen können. Derzeit ist das Netzwerk in 18 Ländern präsent. Dazu gehören Belgien, Kanada, China, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien und USA. Bereits Ende 2020 soll die Plattform 30 Länder erreichen.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung