FACHPACK 2021: Neustart in Nürnberg

Die europäische Verpackungsbranche trifft sich vom 28. bis 30. September wieder in Nürnberg. Die FACHPACK ist die erste Veranstaltung im Terminkalender der NürnbergMesse seit Ausbruch der Coronapandemie.

Die FACHPACK 2021 belegt sieben Messehallen auf dem Messegelände in Nürnberg. | Bild: Christine Blei
Die FACHPACK 2021 belegt sieben Messehallen auf dem Messegelände in Nürnberg. | Bild: Christine Blei
Tobias Schweikl

Nach zwei Jahren Pause und etlichen pandemiebedingten Absagen und Verschiebungen von Fachmessen und Events trifft sich die europäische Verpackungsbranche turnusgemäß und live vor Ort im Messezentrum Nürnberg zur FACHPACK. Die europäische Fachmesse für Verpackung, Technik und Prozesse ist damit die erste von etlichen folgenden Veranstaltungen im Terminkalender der NürnbergMesse GmbH.

Unter dem Leitthema „Umweltgerechtes Verpacken“ präsentieren sich vom 28. bis 30. September 782 Aussteller aus 34 Ländern in sieben Messehallen. Fachbesucher aus der Konsum- und Industriegüterindustrie können entweder an der Live-Veranstaltung oder an der digitalen Erweiterung myFACHPACK teilnehmen.

„Mit der FACHPACK läuten wir den Restart am Messeplatz Nürnberg ein. Wir freuen uns riesig, dass wir der Verpackungsbranche ihren beliebten Treffpunkt vor Ort im Messezentrum bieten können. Mit unserem zweigleisigen Konzept aus der FACHPACK und ihrer digitalen Erweiterung myFACHPACK verbinden wir das Beste aus zwei Welten, onsite und online. Die Teilnahme wird für unsere Messebesucher damit noch effizienter“, erläutert Heike Slotta, Executive Director, NürnbergMesse.

Und Phillip Blass, neuer Director FACHPACK, NürnbergMesse, ergänzt: „Die FACHPACK ist in diesem Jahr zwar etwas kleiner, doch ist die Branche in ihrer gesamten Angebotsbreite vertreten, auch international. 40 Prozent der Aussteller reisen aus dem Ausland an. Die FACHPACK präsentiert ein hochkarätiges Programm und zahlreiche neue Produkte und Innovationen, die so lange nicht auf einer Messe präsentiert werden konnten.“

Vortragsforen

Beim Publikum beliebt sind laut Veranstalter die beiden Foren PACKBOX (Halle 7) und TECHBOX (Halle 3C). Diese werden in diesem Jahr ergänzt durch das neue Ausstellerforum, die INNOVATIONBOX (Halle 4). Täglich finden dort Fachvorträge von Experten und Diskussionsrunden statt.

Jeden Tag steht ein übergreifendes Thema im Fokus der PACKBOX: „Verbraucher und Handel“ (28.9.21), „Nachhaltigkeit und Innovation“ (29.9.21) und „Design und Material“ (30.9.21). Die Fokusthemen in der TECHBOX sind „Ressourcen und Nachhaltigkeit“ (28.9.21), „Innovation und Wirtschaftlichkeit“ (29.9.21) sowie „Digitalisierung und Transformation“ (30.9.21).

 

Sonderschau in Halle 7

Eine von bayern design für die FACHPACK 2021 kuratierte Sonderschau „Nachhaltiges Verpacken“ in Halle 7 zeigt anhand von 18 Exponaten zukunftsorientierte und kreative Designlösungen aus aller Welt. Vom Materialexperiment, bei dem die Entwicklung neuer Materialien im Vordergrund steht, über das Prototyping und die konzeptionelle Entwicklung neuer Verpackungslösungen hin zur Implementation nachhaltiger Verpackung auf dem Markt.

Preisverleihungen

Auf der FACHPACK 2021 wird am ersten Messetag erneut der Deutsche Verpackungspreis verliehen. Die Auszeichnung wird vom Deutschen Verpackungsinstitut (dvi) in zehn Kategorien ausgelobt. Nach der Premiere in 2019 werden auch dieses Jahr am zweiten Messetag im Forum PACKBOX wieder die Sustainability Awards der britischen Fachzeitschrift Packaging Europe verliehen.

 

Messe digital

Neu in diesem Jahr ist myFACHPACK, die digitale Erweiterung der FACHPACK rund um Matchmaking und Wissenstransfer. Sie verlängere die Messe vor Ort in die virtuelle Welt, heißt es beim Veranstalter. Bereits im Vorfeld der Messe bot das neue Tool Möglichkeiten zur Vernetzung. Während der Messelaufzeit wird das Programm der Vortragsforen live gestreamt und steht auch im Nachgang zur Verfügung. myFACHPACK kann am Desktop, aber auch mobil über eine App genutzt werden.

Die deutschen Verpackungshersteller verzeichneten im Jahr 2020 einen leichten Rückgang bei Produktion und Umsatz. Nach Angaben des Gemeinschaftsausschusses Deutscher Verpackungshersteller (GADV) wurden im Jahr 2020 rund 19 Millionen Tonnen Packmittel hergestellt. Damit sank die Produktionsmenge um 0,7 Prozent. Auch der Produktionswert nahm um 2,5 Prozent ab und lag 2020 bei rund 32 Mrd. EUR. Wie in den Jahren zuvor generierten die Kunststoffverpackungen mit einem Anteil von rund 45 Prozent den größten Anteil am Produktionswert, mengenmäßig waren die Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe mit rund 47 Prozent die größte Packmittelfraktion.

Bei der Produktion zeigt sich bei den Packmittelfraktionen ein geteiltes Bild: Die Glasverpackungen verzeichnen einen Zuwachs von 0,9 Prozent. Rückläufig war dagegen die Produktion bei den Verpackungen aus Aluminium (minus 3,4 Prozent), Stahl (minus 5,7 Prozent) sowie aus Kunststoff (minus 2,0 Prozent). Die Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton erzieheln weder Verluste noch Zuwachs und erreichten damit das Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraum.

Nach zehn Jahren stoppte die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr den Wachstumskurs der Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenbranche. Trotz anhaltender Pandemie nahm die Nachfrage bei den rund 600 Herstellern 2021 aber bereits wieder deutlich zu. Nach Angaben des VDMA Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen wuchs das Auftragsvolumen im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent; die Inlands- und die Auslandsbestellungen stiegen um 35 bzw. 26 Prozent. Der Export legte bis Ende Juni 2021 um fast 5 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro zu.

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