Flottenmanagement: Ford bringt die Inspektion zum Kunden

Beim so genannten Ford Pro Service erledigen ausgewählte Ford-Händler künftig Service, Inspektions- und Reparaturleistungen bei Flottenkunden auch vor Ort. Ford Transit dienen als rollende Werkstätten.

Der Direktor des Ford Kunden-Service Jörg Pilger bei der Übergabe der mobilen Service-Vans an Jürgen Becker, Betriebsleiter beim Ford Autohaus Strunk. | Bild: Ford
Der Direktor des Ford Kunden-Service Jörg Pilger bei der Übergabe der mobilen Service-Vans an Jürgen Becker, Betriebsleiter beim Ford Autohaus Strunk. | Bild: Ford
Tobias Schweikl
(erschienen bei PROFI-Werkstatt von Tobias Schweikl)

In einem Pilotprojekt namens „Ford Pro Service“ müssen Flottenkunden von fünf ausgewählten Ford-Händlern ihre Autos für die nächste Inspektion nicht mehr in die Werkstatt bringen. Die Servicetechniker erledigen Service-, Inspektions- und Reparaturleistungen stattdessen direkt vor Ort. Sie nutzen dafür zu fahrenden Werkstätten umgebaute Ford Transit. Verfügbar ist der neue Service zunächst in Köln, Berlin, Koblenz, Wiesbaden und Kolbermoor bei Rosenheim.

In den umgebauten Ford Transit sind herkömmliche Werkzeuge wie Akku-Schlagschrauber oder Wagenheber untergebracht, aber auch Ford-Spezialwerkzeuge. Mit ihren Werkstätten auf vier Rädern sollen die mobilen Servicetechniker rund 80 Prozent der Leistungen einer Ford Händler-Werkstatt abdecken können: Von Software-Updates über Wartungsarbeiten bis hin zu Verschleißreparaturen. Und sie können dabei online auf alle Daten und technischen Informationen aus den Ford-Systemen zugreifen, die sie zu den jeweiligen Fahrzeugen benötigen.

Nach Großbritannien und den USA ist Deutschland der dritte Markt, in dem Ford diesen mobilen Service anbietet. Jeder Kunde mit einer Flotte von mindestens 50 Fahrzeugen kann ihn in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist, dass sich die zu inspizierenden Fahrzeuge im Radius von 50 Kilometern zu den am Pilotprojekt teilnehmenden Ford-Händlern befinden.

Der neue „Ford Pro Service“ ist Teil des „FORDLiive Fleet Care“-Programms. Das Pilotprojekt läuft bis 31. März 2022. Anschließend soll das Netz an teilnehmenden Ford-Händlern in Deutschland flächendeckend ausgebaut werden.

 „Wir wollen unseren Geschäftskunden helfen, ihre Tätigkeit so effektiv wie möglich auszuüben“, so Jörg Pilger, Direktor Kunden-Service der Ford-Werke. „Ein Motto unseres neuen Ford+ Plans lautet: Kunden wie Familie zu behandeln. Diesen Anspruch füllen wir mit dem FORDLiive Fleet Care Programm und den mobilen Service-Vans mit Leben. Wir bieten unseren Flottenkunden damit eine ganz neuartige Serviceerfahrung und gestalten die Planung und Umsetzung von Serviceterminen viel einfacher und effizienter - sogar so weit, dass wir mit unseren fahrenden Werkstätten und geschulten Fachleuten direkt zu unseren Kunden kommen.“

Neue Service-Welt

An „FORDLiive Fleet Care“ sind in der Pilotphase zusätzlich zu den fünf Händlern mit mobilen Service-Vans weitere 14 Ford-Händler im ganzen Bundesgebiet beteiligt. Der Flottenkunde müsse also nicht in den unterschiedlichen Einsatzgebieten seiner Fahrzeuge unterschiedliche Händler kontaktieren, so Ford. Er könne sich direkt an das Kontaktzentrum wenden, das dann die Planung der Servicetermine übernimmt und die Fahrzeuge direkt an eine verfügbare Ford-Werkstatt in der Nähe vermittelt.

Das Service-Team im Kontaktzentrum hat Zugriff auf die aktuellen fahrzeugbezogenen Daten - vorausgesetzt das jeweilige Fahrzeug verfügt über ein „FordPass Connect“-Modem. In diesem Fall werden die Flottenkunden kontaktiert, wenn beispielsweise eine Wartung fällig ist, das Motoröl gewechselt oder die Bremsbeläge erneuert werden müssen, und bietet gleich verfügbare Servicetermine an.

„FORDLiive“ ist ein Schlüsselangebot von „Ford Pro“, dem neuen weltweiten Vertriebs- und Servicegeschäft des Automobilherstellers.

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