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Flurförderzeuge: Der Trend zu Routenzügen hält an

Eine neue Studie der TU München untersucht den Einsatz von Routenzügen in der Produktionsversorgung. Sie kann kostenlos im Netz heruntergeladen werden.
Routenzug im Laboreinsatz: Forscher der TU München haben jetzt eine neue Studie über den Einsatz der Systeme veröffentlicht. | Foto: Lehrstuhl fml/TU München
Routenzug im Laboreinsatz: Forscher der TU München haben jetzt eine neue Studie über den Einsatz der Systeme veröffentlicht. | Foto: Lehrstuhl fml/TU München
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Tobias Schweikl

Der Lehrstuhl Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der Technischen Universität München hat eine Studie über den Einsatz von Routenzugsystemen zur Produktionsversorgung erstellt. Die Studie liefert laut einer Mitteilung der Forscher einen Überblick über die Randbedingungen und Konfigurationen von aktuell eingesetzten Routenzugsystemen. Zudem werden mögliche Zukunftspotenziale aufgezeigt. Besonderes Augenmerk liege auf planerischen Entscheidungen, wie der eingesetzten Technik, sowie auf dem Dynamisierungsgrad von Routenzugsystemsteuerungen und dem Umgang mit Bedarfsschwankungen. Die Ergebnisse basieren auf einer vom Lehrstuhl fml durchgeführten Unternehmensbefragung mit 241 Teilnehmern aus elf verschiedenen Branchen.
Die Kernergebnisse der Studie lauten den Forschern zufolge: Der Trend zum branchenübergreifenden Einsatz von Routenzügen hält an. Dabei sind die Einsatzszenarien und die Ausgestaltung der Routenzugsysteme vielfältig. Trotz einiger Pilotprojekte zur Automatisierung von Routenzügen ist der derzeitige Automatisierungsgrad gering. Lediglich beim Auslagern und Bereitstellen des Materials sowie beim Beladen des Routenzugs treten automatisierte Lösungen in nennenswertem Umfang auf. Touren erfolgen zumeist getaktet auf starren Routen. Zur Flexibilisierung der Produktionsversorgung bieten sich dynamische Steuerungskonzepte an. Erste Anwendungsbeispiele zeigen überwiegend positive Erfahrungen hinsichtlich Effektivität, Effizienz und Transparenz des Systems; die Vorteile werden aber durch einen erhöhten IT-Aufwand erkauft. Systembedingte Schwankungen können durch die Automatisierung des Abrufs sowie durch dynamische Steuerungsalgorithmen abgefangen werden. Derzeit werden für die Bereitstellung zeitkritischer Aufträge jedoch hauptsächlich Springer und Sonderfahrten eingesetzt.
Die Teilnehmer der Studie sind sich mehrheitlich einig, dass Routenzüge auch in Zukunft zur Produktionsversorgung eingesetzt werden. Spannend wird den Forschern zufolge hierbei vor allem die Entwicklung der Steuerungsalgorithmen durch die zunehmende digitale Vernetzung der Prozessinformationen sowie die Automatisierung der Technik. Derzeit gibt es kaum Szenarien, bei denen auf die Flexibilität des Menschen in einem wirtschaftlich sinnvollen Maß verzichtet werden kann. Am Ende der Studie ist eine Vision des Lehrstuhls fml für zukünftige Konzepte der Produktionsversorgung enthalten.

Die PDF-Datei kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden.

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