Fördertechnik: Fresenius Kabi verbindet drei Ebenen

Das Gesundheitsunternehmen Fresenius Kabi erweitert sein deutsches Logistikzentrum. Eine neue Förderanlage von Kardex Mlog verbindet nun mehrere Etagen und Bereiche.

Durch die Optimierung der Förderstrecken und eine stärkere Automatisierung der Materialflüsse konnte der Durchsatz erhöht werden. | Bild: Kardex Mlog
Durch die Optimierung der Förderstrecken und eine stärkere Automatisierung der Materialflüsse konnte der Durchsatz erhöht werden. | Bild: Kardex Mlog
Tobias Schweikl

Die Fresenius Kabi Deutschland GmbH, ein Tochterunternehmen des weltweit tätigen Gesundheitskonzerns Fresenius Kabi, erweitert ihr vollautomatisches Hochregallager in Friedberg. Die Anlage wurde bereits 1996 errichtet und seither in mehreren Schritten erweitert, modernisiert und zum internationalen Drehkreuz ausgebaut. Auf einer Fläche von 16.500 m² mit rund 75.000 Palettenstellplätzen wird über Friedberg jeden Monat eine Verteiltonnage von etwa 9.300 Tonnen abgewickelt.

Für den weiteren Ausbau seiner Logistikkapazität plante das Unternehmen, mehrere bestehende Hallenbereiche über einen neuen Kommissionierbereich und eine Gebäudeaufstockung miteinander zu verbinden und die Abläufe im Lager neu zu organisieren. Den Auftrag über die Erweiterung der Fördertechnik inklusive der Steuerung, der Anpassung des bestehenden Visualisierungssystems und der Ankopplung an die kundenseitige Lagerverwaltung und den Materialflussrechner erhielt dabei Kardex Mlog.

„Die Kombination aus Logistik-Knowhow und der genauen Kenntnis unseres Standorts und unseres Anforderungsprofils aus früheren Projekten waren wichtige Gründe, wieder auf den langjährigen Partner Kardex Mlog zu setzen“, so Peter Hubl, Leiter Technik Logistik der Fresenius Kabi Logistik GmbH.

Nach der Aufstockung konnten die unterschiedlichen Hallenbereiche über alle Ebenen mit einem ebenfalls neuen, bauseitigen Kommissionierbereich verbunden werden. Dazu ergänzte Kardex Mlog die bestehende Anlage um neue Fördertechnik mit zwei Auf- und Abgabeplätzen, Stetigfördertechnik, einem Verteilerwagen und zwei Vertikalumsetzern.

Die über das Dach eingebrachten Vertikalumsetzer bedienen alle Stockwerke und können jeweils bei einer maximalen Hubgeschwindigkeit von 80 m/min rund 110 Paletten pro Stunde vom Erdgeschoss in das zweite Obergeschoss transportieren. Der neu installierte Verteilerwagen erreicht bei 100 m/min eine Leistung von 120 Pal/h. Damit fügen sich die neuen Komponenten optimal in die Bestandsumgebung, deren Durchsatz nicht verändert wurde.

Die den Vertikalumsetzern nachfolgende Fördertechnik baute Kardex Mlog im 2. OG komplett neu auf. Im 1. OG wurde der bestehende Verteilerwagen durch die Verlängerung des Fahrwegs an beide Umsetzer angeschlossen. Zudem wurde ein neuer Abgabeplatz installiert. Im Erdgeschoss erfolgte die Anbindung an die bestehende Förderanlage zum Hochregallager durch die Integration von Drehtischen.

Durch das neue Layout der Fördertechnik konnten die früher weitgehend manuell gestützten Materialflüsse stärker automatisiert und zwischen den Etagen verkürzt werden.

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