Ford Custom mit 48-Volt-Hybrid und aktiver Spurhaltung

Ford verbessert den Kompaktvan mit neuer Top-Motorisierung sowie optionalem 48-Volt-Hybrid, der in der Stadt vier Prozent Sprit sparen soll. Aktive Spurhaltung, Parkautomatik sowie bessere Konnektivität.

Optisch unverändert, fährt der Ford Tourneo Custom mit neuer Top-Maschine sowie 48-Volt-Mild-Hybrid und mehr Fahrerassistenz auf. | Foto: Ford
Optisch unverändert, fährt der Ford Tourneo Custom mit neuer Top-Maschine sowie 48-Volt-Mild-Hybrid und mehr Fahrerassistenz auf. | Foto: Ford
Johannes Reichel

Der Nutzfahrzeughersteller Ford hat für seine Tourneo/Transit Custom-Baureihe eine neue Topmotorisierung angekündigt. Die nun die 136 kW (185 PS) starke Version des 2,0-Liter-EcoBlue-Dieselmotors mit einem maximalen Drehmoment von 415 Nm ersetzt die bisherige Top-Motorisierung mit 125 kW (170 PS) und soll sogar sechs Prozent sparsamer sein mit 7,2 bis 8,9 l/100 km im WLTP. Außerdem ist der Kompakttransporter als erstes Fahrzeug in seinem Segment optional mit 48 Volt-Mild-Hybrid-Technik ausrüstbar, die in Kombination mit dem EcoBlue-Selbstzünder für alle Versionen mit Schaltgetriebe erhältlich ist.

Der Hybrid soll speziell im Stadtverkehr im realitätsnäheren WLTP-Verfahren usätzliche Kraftstoffeinsparung von vier Prozent ermöglichen. Im WLTP-Zyklus holt man mit der Technologie allerdings lediglich 0,2 l/100 km gegenüber dem Standard-Diesel heraus. Ein riemengetriebener, integrierter Starter-Generator (BISG) ermöglicht bei der Fahrzeugverzögerung die Rückgewinnung und Speicherung von Energie sowie das Laden eines luftgekühlten 48-Volt-Lithium-Ionen-Akkus. Der Starter-Generator fungiert zugleich auch als Elektromotor, der die gespeicherte Energie verwendet, um dem Dieselmotor bei normalem Fahren und Beschleunigen zusätzliche Drehmoment-Unterstützung zu bieten und elektrische Neben-Aggregate des Fahrzeugs zu betreiben. Alle Ford Tourneo Custom-Antriebsstränge profitieren außerdem von einem wählbaren ECO-Modus für maximale Kraftstoffeffizienz.

Aktiver Spurassistent und automatische Tempo-Reduzierung

Verbessert wurden auch die Fahrerassistenzsysteme: Der Tote-Winkel-Assistent agiert jetzt mit erweiterter Blindpunktzone und erfasst nun die die komplette Fahrzeugseite plus einen Anhänger von bis zu zehn Metern Länge. Die sogenannte Intelligente adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Verkehrszeichenerkennung reduziert das voreingestellte Tempo auf das vorgegebene Limit und beschleunigt das Fahrzeug auch wieder auf die gewählte Ausgangsgeschwindigkeit. Der Fahrspurhalte-Assistent überwacht die Fahrbahn-Markierungen und unterstützt den Fahrer jetzt aktiv, das Auto bei Bedarf wieder in die eigene Spur zu lenken. Zudem gibt es beim aktiven Park-Assistent die Möglichkeit, das Fahrzeug automatisch in per Ultraschallsensoren erkannte Parklücken manövrieren zu lassen. Der Fahrer muss dabei lediglich Gas, Bremse und Ganghebel bedienen.

Mehr Konnektivität: Modem an Bord

Auch die Konnektivität wird mit der kleinen Modellpflege verbessert. Mit dem Ford Pass Connect ist jetzt ein On-Board-Modem erhältlich in Verbindung mit den Multimedia-Endgeräten mit 4 und 8 Zoll Touchscreen, das einen mobilen WLAN-Hotspot für die Passagiere sowie die Fernabfrage diverser Fahrzeugfunktionen per App ermöglicht. Fahrzeugstatus, Fahrzeugortung, Fernverriegelung und bei entsprechend vorgerüsteten Varianten auch der Fernstart. Flottenbetreiber und gewerbliche Nutzer können mittels Modem die Fahrzeugnutzung optimieren und die Betriebskosten durch Angebote wie Ford Telematics und Ford Data Services senken, die beide noch im Jahr 2019 auf den Markt kommen sollen, verspricht der Anbieter.

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