Ford Otosan: Rakun Elektro-Roller peilt auf Lieferdienste

Hersteller reagiert auf LEV-Trend und schafft eine Marke für leichte E-Mobile, die zuerst auf gewerbliche, später auch private Anwender peilt. E-Scooter Rakun Pro2 und Pro3 zum Start.

Von der Rolle(r): Ford Otosan schlägt neue Wege ein und ergänzt das Lkw-Portfolio durch einen "Mikro-Laster", in Form zweier gewerblich orientierter E-Scooter. | Foto: Ford Otosan
Von der Rolle(r): Ford Otosan schlägt neue Wege ein und ergänzt das Lkw-Portfolio durch einen "Mikro-Laster", in Form zweier gewerblich orientierter E-Scooter. | Foto: Ford Otosan
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der türkische Nutzfahrzeughersteller Ford Otosan hat eine neue Sub-Marke gegründet, die dem Trend zu leichter Elektromobilität Rechnung tragen soll. Die Rakun Mobilite Teknoloji ve Ticaret A.Ş. peilt dabei sowohl auf private wie auf geschäftliche Kunden und kommt zum Start mit einem zwei- und einem dreirädrigen E-Scooter auf den Markt.  Haydar Yenigün, General Manager bei Ford Otosan, begründete den Schritt damit, dass sich viele Branchen derzeit in einem tiefgreifenden Wandel beäinden und die Spielregeln neu geschrieben würden.

"Inspiriert von unseren Kunden und angetrieben von unserer Erfahrung und unserem Know-how in der Produktion von Elektro- und Nutzfahrzeugen, stellten wir uns vor, 2- oder 3-Rad-Elektromotorräder für Lieferdienste auf der letzten Meile zu bauen", erklärt Yenigün.

Dies sei die Geburtsstunde von Rakun gewesen, die man jetzt mit dem Produktentwicklungs-, Innovations- und Produktionskapazitäten kombiniere. Eren Atlı, General Manager bei Rakun Mobilite A.Ş., betonte, dass die E-Commerce-Branche aufgrund des technologischen Fortschritts und der durch die Pandemie ausgelösten Entwicklungen in eine völlig neue Ära eingetreten sei.

"Mit Rakun Pro 2 und Pro 3 werden Unternehmen in der Lage sein, ihre Aufträge mit zuverlässigen, langlebigen und vor allem vollelektrischen - also leisen und umweltfreundlichen - Fahrzeugen zu liefern. Zunächst werden wir diese Modelle unseren Firmenkunden mit Kauf- und Leasingoptionen anbieten", kündigte Atli an.

Geplant sei, die E-Scooter im Laufe der Zeit auch für Endverbraucher verfügbar zu machen, skizzierte Atli weiter. Es sei für Letzte-Meile-Lieferdienste von zentraler Bedeutung, dass ihre Fahrzeuge nahtlos betrieben werden können und dass sie sofortigen Zugang zu Kundendienstleistungen hätten. Daher werde der Kundendienst ein weiterer Schwerpunkt sein. Man wolle hier ausgewählten Ford Pkw- und Nutzfahrzeug-Kundendienstzentren zusammenarbeiten und auch einen Vor-Ort-Service mit einem mobilen Fahrzeug anbieten.

Genug Power für Istanbuls Hügel

Die beiden Modelle sollen so leistungsfähig sein, dass sie etwa auch die hügelige Topographie Istanbuls meistern. Die Kraft der E-Motoren werde dabei präzise auf die Räder übertragen. Das dreirädrige Pro3 verfügt dabei über eine höhere Zuladung und nutze eine Einzelradaufhängung an den beiden Hinterrädern, um in Kurven eine gute Manövrierbarkeit wie bei normalen Motorrädern zu gewährleisten. Beide Modelle verfügen über eine 5-kWh-Batterie, die per Steckdose aufgeladen werden kann. Rakun Mobilite Teknoloji ve Ticaret A.Ş. werde für den Vertrieb, das Marketing und den Kundendienst der E-Scooter zuständig sein, die von türkischen Ingenieuren entwickelt und im Ford-Werk Otosan Eskişehir hergestellt werden.

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