Ford: Transit Electric kommt 2022 und zuerst in den USA

Transporterhersteller prescht in Nordamerika vor und will den Transit dort ab dem Modelljahr 2022 auch als Elektro-Variante anbieten, die zudem voll digitalisiert sein soll.

Reicht weiter: Schon im vergangenen Jahr kündigte Ford Europa bei einem Preview-Event einen vollelektrischen Transit an. Der kommt jetzt zuerst in den USA. | Foto: Ford
Reicht weiter: Schon im vergangenen Jahr kündigte Ford Europa bei einem Preview-Event einen vollelektrischen Transit an. Der kommt jetzt zuerst in den USA. | Foto: Ford
Johannes Reichel

Der US-Automobilhersteller Ford hat seine Elektrifizierungspläne für den Nutzfahrzeugbereich konkretisiert und vor kurzem am Stammsitz in Dearborn/Michigan für die USA und Kanada ab dem Modelljahr 2022 eine vollelektrisch angetriebene Version der großen Van-Baureihe Transit angekündigt. Dieser soll auch in den USA gefertigt werden und zudem über volle Digitalisierungstechnologie sowie diverse Cloud-basierte Dienste verfügen.

"Nutzfahrzeuge sind eine ganz entscheidende Komponente bei unserer Wette auf die Elektrifizierung", erklärte Jim Farley, Chief Operating Officer der Ford Motor Company.

Der Konzern rechent mit weiterem starken Wachstum bei den leichten Nutzfahrzeugen, die nach der Prognose bis 2025 um acht Prozent jährlich zulegen dürften, im Kontext des weiteren Booms bei der Heimbelieferung. Zudem kündigte Farley eine vollelektrische Variante des schweren Pick-up-Bestsellers der Marke F150 an. Zusammen mit dem Crossover-Pkw Ford Mustang Mach E sollen die drei Modelle die Speerspitze der Elektrifizierung bilden, für die der Konzern bis 2022 11,5 Milliarden US-Dollar investieren will.

Voll vernetzter E-Transporter mit Telematikanbindung

Der Ford Transit Electric werde zudem ein voll vernetztes Fahrzeug sein, kündigte Farley an. Standardmäßig an Bord soll etwa LTE-Modem sein, das die Basis für Ford-Telematik-Dienste bildet. Dazu zählen etwa Geofencing, Fahrzeugortung oder Fahrzeugdiagnose aus der Ferne. Bei der Fahrerassistenz sollen im Elektro-Transit Features wie Kollisionswarner mit aktiver Notbremse und Fußgängererkennung, Post-Collision-Braking, ein aktiver Spurassistent oder Lichtautomatik zum Standard werden.

"Die Welt strebt in Richtung elektrifizierter Produkte und Flottenkunden fragen jetzt danach", erklärte Farley weiter.

Dem wolle man Rechnung tragen, auch in dem Bewusstsein, dass diese Gewerbekunden ihre Fahrzeuge als mobile und vernetzte Businessplattformen nutzen, anders als Privatkunden. Mit dem Elektro-Transit könnte über kurz oder lang auch der e-Crafter des Partners VW Nutzfahrzeuge aus dem Programm fallen. Beide Hersteller wollen ihre Reihen eng miteinander verzahnen.

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