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Ford Transit PHEV: Geofencing aktiviert E-Modus in Umweltzonen

Bei den Modellen des Custom mit Plug-in-Hybrid ist ab Sommer ein Geofencing-Modul verbaut, das bei Einfahrt in Umweltzonen automatisch auf E-Antrieb umstellt. Sofern der Akku noch Saft hat.

Grüne Linie: Im PHEV-Transporter von Ford soll künftig ein Geofencing-Modul über den Einsatz des E-Antriebs wachen und entscheiden. | Foto: Ford
Grüne Linie: Im PHEV-Transporter von Ford soll künftig ein Geofencing-Modul über den Einsatz des E-Antriebs wachen und entscheiden. | Foto: Ford
Johannes Reichel

Der Transporterhersteller Ford hat für seine Plug-in-Hybrid-Modelle Transit Custom und Tourneo Custom wie zuvor bereits angedeutet ein sogenanntes Geofencing-Modul vorgestellt, das ab Herbst 2020 bei dem Kastenwagen sowie Großraumkombi zur Serienausstattung zählt. Ebenfalls ab Herbst des Jahres können auch bereits produzierte Tourneo/Transit Custom PHEV-Einheiten mit dem Geofencing-Modul nachgerüstet werden, ergänzt der Anbieter.

Beim Eintritt in eine "Geofencing-Zone" wechselt der Tourneo/Transit Custom PHEV automatisch in den elektrischen und damit lokal emissionsfreien Antriebsmodus, sofern die Batterie ausreichend geladen ist. Wenn das Fahrzeug die Umweltzone verlässt, soll es selbsttätig in den am besten geeigneten Fahrmodus umschalten. Etwa durch die Aktivierung des 1,0-Liter-EcoBoost-Benzinmotors, um elektrischen Strom zu erzeugen und die Reichweite des Fahrzeugs zu vergrößern. Das Geofencing-Modul zeichnet Informationen über den rein batterieelektrischen Betrieb in den entsprechenden Zonen auf. Diese Daten seien verschlüsselt und könnten bei Bedarf sicher mit lokalen Behörden geteilt werden, um die Einhaltung der Vorschriften in Umweltzonen zu bestätigen, verspricht der Hersteller.

"Grüne Linie" überschritten: Entscheidung über GPS

Unter "Geofencing" versteht man das automatisierte Auslösen einer technischen Funktion, wie den Wechsel vom Benzin- in den Elektromodus durch das Überschreiten einer geografisch definierten Begrenzung, etwa beim Einfahren in eine städtische Umweltzone. Zur Lokalisierung muss das Plug-in-Hybrid-Fahrzeug entweder seine genaue Position selbst senden oder die externe Abfrage seiner Position ermöglichen. Die Entscheidung, ob sich das identifizierte Objekt  innerhalb oder außerhalb einer Geofencing-Zone befindet, wird mithilfe von GPS getroffen. Die Fahrzeugnutzer können auch ihre eigenen "grünen Zonen" definieren, um beispielsweise in der Nähe von Schulen und Spielplätzen lokal emissionsfrei zu fahren.

Beim PHEV im Transit/Tourneo Custom kombiniert der Hersteller einen Elektroantrieb mit einem 1,0 Liter-Turbobenziner, der als Range Extender dient. Das soll eine alltagstaugliche Gesamtreichweite von rund 500 Kilometern sowie eine elektrische Reichweite von 50 Kilometern sicherstellen, die sich auf die Energie einer 13,6 kWh-Lithium-Ionen-Batterie stützt. Diese lässt sich an einer normalen 230-Volt-Haushalts-Steckdose in gut vier Stunden vollständig aufladen.

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