Frigoblock: Elektrische Kälte im eActros

Truckhersteller stattet seinen seriennahen Elektro-Lkw mit der vollelektrischen Kältetechnik der Thermo King-Marke Frigoblock aus. Das soll für mehr Reichweitensicherheit sorgen.

Mit Kältetechnik von Frigoblock gekühlt: der erste seriennahe elektro-Lkw, eActros. (Foto: Frigoblock)
Mit Kältetechnik von Frigoblock gekühlt: der erste seriennahe elektro-Lkw, eActros. (Foto: Frigoblock)
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Die Thermo King-Tochter Frigoblock hat angekündigt, den vollelektrisch angetriebenen Mercedes-Benz eActros mit seiner elektrischen Kühltechnik auszustatten. Wie der Hersteller von Transportkältemaschinen erklärt, hatten beide Unternehmen bereits im Vorfeld eng kooperiert und gemeinsam das Ziel verfolgt, den Kunden eine nachhaltige Kältetechnik anzubieten, die nahtlos mit den neuen Mercedes-Benz eActros-Fahrzeugen zusammenarbeiten kann. Ingo Kaltwasser ist als Chassis OEM Manager bei Frigoblock verantwortlich in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Er berichtet:

„Wir haben eng mit den Ingenieurteams von Mercedes-Benz Trucks zusammengearbeitet, um die Frigoblock-Technologie anzupassen und den genauen Energiebedarf des neuen eActros-Fahrzeugs zu decken. Dieses Projekt baut auf unserer jahrzehntelangen Beziehung zu Daimler auf und wir sind stolz darauf, der Branche einen weiteren Schritt in Richtung CO2-neutralem Kältetransport zu ermöglichen.“

Die elektrischen Frigoblock-Kältemaschinen basieren auf der integrierten Invertertechnologie und können direkt mit den batteriebetriebenen Fahrzeugen zusammenarbeiten. Damit reduziert sich die Anzahl der energieverbrauchenden Komponenten. Die Batteriekapazität der Fahrzeuge wird besser genutzt, was dann wiederum der Reichweite des Lkw zugutekommt.

Um den elektrischen Anforderungen des neuen eActros gerecht zu werden, hat Frigoblock ein neues CAN-Bus-Gateway-System für die direkte Kommunikation zwischen Lkw und Kältesystem entwickelt. Die Steuerung verwaltet den Energiebedarf der Maschine, braucht aber selbst nur so viel Energie, wie zur Aufrechterhaltung der Solltemperatur erforderlich ist. Für zusätzliche Sicherheit sorge, so beschreibt der Hersteller, das überarbeitete CAN-Gateway-System, das bei einem elektrischen Notfall die Kältemaschine selbstständig abschaltet.

„Die neu konzipierte CAN-Kommunikation öffnet die Tür zu Weiterentwicklungen in der nachhaltigen, elektrischen Transportkühlung“, sagte Ingo Kaltwasser. „Mit den verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten und der intelligenten Routenplanung kann die Kältemaschine in Zukunft dazu beitragen, die Reichweite des Elektrofahrzeugs zu erhöhen und diese nachhaltige, CO2-neutrale Kühlkettenlogistiklösung noch betrieblich effizienter zu gestalten.“

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