Füllvolumen von Packkartons: DHL optimiert mit künstlicher Intelligenz

Bei DHL Supply Chain reagiert man mit der KI-Lösung „OptiCarton“-Lösung auf das steigende E-Commerce-Volumen und die Kartonknappheit.

Die KI-Lösung OptiCarton soll helfen, das Füllvolumen vorhandener, vorkonfigurierter Kartons zu optimieren und die Packsets besser auszunutzen. (Foto: DHL Supply Chain)
Die KI-Lösung OptiCarton soll helfen, das Füllvolumen vorhandener, vorkonfigurierter Kartons zu optimieren und die Packsets besser auszunutzen. (Foto: DHL Supply Chain)
Tobias Schweikl
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Therese Meitinger)

DHL Supply Chain, die Kontraktlogistik-Tochter der Deutsche Post DHL Group, bietet ihren Geschäftskunden nun neue On-Demand-Verpackungslösungen an: Die KI-Lösung „OptiCarton“ soll laut einer Pressemitteilung vom 13. April helfen, das Füllvolumen vorhandener, vorkonfigurierter Kartons zu optimieren und die Packsets besser auszunutzen. Teilweise schlage die Software vor, eine Bestellung auf mehrere Sendungen aufzuteilen, wenn dies wirtschaftlicher sei und den CO2-Fußabdruck verringere, heißt es in der Mitteilung.

Mit OptiCarton reagiert DHL nach Eigenangaben nicht nur auf den derzeitigen Engpass bei Verpackungsmaterial und Kartonagen. In ersten Pilotversuchen sparten Kunden demnach durchschnittlich 15 Prozent, teilweise sogar bis zu 35 Prozent Versandkosten ein. OptiCarton richtet sich vor allem an Geschäftskunden mit großen Versandvolumen, wie E-Seller und Onlineshops.

„Auch wenn eine solche Lösung zunächst relativ einfach erscheinen mag, ist die Bereitstellung von Packanweisungen für einzelne E-Commerce-Sendungen in Echtzeit tatsächlich recht komplex. Wir sind stolz, eine voll automatisierte Softwarelösung anbieten zu können, die unseren Kunden dabei hilft, die Auslastung vorhandener Packsets mithilfe von künstlicher Intelligenz zu optimieren“, sagt Dietmar Steins, Executive Vice President Global Solutions Design bei DHL Supply Chain.

Je nach Produkt, Volumen und Größe schlage die Software nicht nur die optimale Größe der Umverpackung vor, sondern biete auch individuelle, visuelle Hilfestellung zur optimalen Nutzung des Platzes im Karton, so Steins weiter. Die Darstellung sei sehr intuitiv und erinnere an das bekannte Computerspiel Tetris.

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