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Für Batterieentwicklung: MAN erhält Förderbescheide über 25 Millionen Euro

Die bayerische Landesregierung unterstützt MAN mit knapp 25 Millionen Euro bei der Weiterentwicklung von Hochvoltbatterien für Lkw und Busse. Vier entsprechende Förderbescheide wurden nun vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder übergeben.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bei der Übergabe des symbolischen Förderbescheids, (v.l.n.r.): Manfred Lang, stellvertretender MAN-Betriebsratsvorsitzender Nürnberg, Ulrich Zimmer, Standortleiter MAN Nürnberg, Alexander Vlaskamp, CEO MAN Truck & Bus, Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident, Markus Wansch, MAN-Betriebsratsvorsitzender Nürnberg, und Roland Weigert, Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie in Bayern. (Foto: MAN)
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bei der Übergabe des symbolischen Förderbescheids, (v.l.n.r.): Manfred Lang, stellvertretender MAN-Betriebsratsvorsitzender Nürnberg, Ulrich Zimmer, Standortleiter MAN Nürnberg, Alexander Vlaskamp, CEO MAN Truck & Bus, Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident, Markus Wansch, MAN-Betriebsratsvorsitzender Nürnberg, und Roland Weigert, Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie in Bayern. (Foto: MAN)
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Tobias Schweikl
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Therese Meitinger)

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat am MAN-Standort Nürnberg symbolisch vier Förderbescheide der Staatsregierung in Höhe von insgesamt knapp 25 Millionen Euro an MAN übergeben, wie eine Pressemitteilung vom 22. Juni berichtet. Die Summe ist Teil einer umfassenden Technologieförderung zur Weiterentwicklung von Hochvoltbatterien für Elektrobusse und -Lkw. Damit sind aktuell vier von fünf Förderprojekten von der Bayerischen Staatsregierung beschlossen und zugesagt. Das noch ausstehende Teilprojekt befindet sich derzeit in der Antragsphase.

Vor rund einem Jahr hatte MAN Truck & Bus die Entscheidung bekannt gegeben, ab 2025 am Standort Nürnberg Nutzfahrzeugbatterien in Großserie zu bauen. Mit den Batteriepacks werden die elektrisch angetriebenen Busse und Lkw von MAN ausgestattet. Während der elektrische Stadtbus MAN Lion’s City E bereits seit 2020 in Serie produziert wird, beginnt die Auslieferung der neuen MAN-E-Trucks nach Angaben der Münchner im kommenden Jahr. Für die Entwicklung und Produktion der Batteriepacks in Nürnberg investiert MAN rund 100 Miliionen Euro. Hinzu kommen Investitionen in Logistik, Infrastruktur, Gebäude und Produktionsanlagen.

Die Entscheidung für Nürnberg als Standort für die MAN-Batterieproduktion sei Resultat eines engen Schulterschlusses zwischen Vertretern von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sowie der Politik gewesen, heißt es in der begleitenden Pressemitteilung

„MAN hat Zukunft – das hat Ministerpräsident Söder vor einem Jahr auf das erste Batteriepack aus Nürnberg geschrieben. Das gilt auch für unseren Standort Nürnberg, den wir zu einem Innovations- und Produktionszentrum für alternative Antriebe transformieren. Dass wir auf diesem Weg die nötige Unterstützung erhalten, freut mich sehr", so Alexander Vlaskamp, Vorstandsvorstitzender der MAN Truck & Bus SE, und fügt hinzu:  "Deutschland kann Zukunft – wenn, wie hier, Politik und Wirtschaft ein gemeinsames Ziel verfolgen“.

In kleinerem Maßstab läuft die Produktion der Batteriepacks in Vor- und Kleinserie bereits seit 2021. Mit einer neuen Produktionsanlage und in einer neuen Halle soll die Fertigung dann schrittweise hochgefahren werden – der Spatenstich für die Erweiterung ist für diesen Herbst geplant. Rund 100.000 Batterien pro Jahr können dann in Großserie gefertigt werden, heißt es – es ist die Basis für die Industrialisierung von Elektroantrieben bei MAN. Damit könnten etwa 15.000 bis 25.000 Elektro-Lkw bestückt werden – je nach Konfiguration.

„Sollte der Hochlauf der E-Mobilität im Truckbereich so erfolgen wie wir annehmen, reicht die jetzt geplante Produktionskapazität am Ende dieses Jahrzehnts nicht mehr aus. 2030 sollen etwa 50 Prozent aller neu zugelassenen MAN-Trucks in Europa batterieelektrisch sein – das wären etwa 40.000 Einheiten“, stellt Vlaskamp fest.

Deshalb denke das Unternehmen schon jetzt über weitere Ausbaustufen nach.

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