Gabelstapler: Vernetzte Produktion in der smarten Fabrik bei Kion

In einem neuen Werk in Tschechien produziert die Kion Group nun Schubmaststapler in einer Smart Factory.
Das neue Werk der Kion Group in Stříbro, Tschechien, produziert zunächst Schubmaststapler der Marke Linde material Handling. | Foto: Kion Group
Das neue Werk der Kion Group in Stříbro, Tschechien, produziert zunächst Schubmaststapler der Marke Linde material Handling. | Foto: Kion Group
Tobias Schweikl

Die Kion Group aus Wiesbaden, zu der unter anderem die Gabelstaplermarken Still und Linde Material Handling gehören, hat nahe der tschechischen Stadt Stříbro bei Pilsen ein neues Werk eröffnet. An dem Produktionsstandort setzt der weltweit zweitgrößte Hersteller von Gabelstaplern und Lagertechnik mit digital vernetzten Systemen auf das Konzept einer „Smart Factory“.
Im Werk Kion Stříbro sollen zunächst nur Schubmaststapler der Marke Linde Materiel Handling gefertigt werden. Die Produktion hatte bereits Anfang Januar 2016 begonnen, rund ein Jahr nach dem ersten Spatenstich im November 2014. Das Werk verfügt über eine Produktionskapazität von 12.000 Fahrzeugen pro Jahr. Laut Unternehmensangaben wurden in die Anlage mit einer Fläche von rund 24.000 Quadratmetern rund 14 Millionen Euro investiert.
„Mit der neuen Fabrik erreichen wir einen bedeutenden Meilenstein bei der Umsetzung unserer Kion Group Strategie 2020, mit der wir Kunden, Innovation und Qualität noch stärker in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kion Group, Gordon Riske, während der Eröffnungsfeier vor Gästen aus Politik und Wirtschaft. „Die Lage von Stříbro ist ideal“, betonte Riske. „Einerseits rücken wir mit dem neuen Werk näher an unsere Kunden in Ost- und Südeuropa heran, andererseits sind es nur wenige hundert Kilometer beispielsweise zum Linde Stammwerk in Aschaffenburg.“
Für die Kion Group ist das Werk in Stříbro der mittlerweile dritte Standort in Tschechien. In Český Krumlov fertigt Linde Pohony (LiPo) elektrische und hydrostatische Antriebsachsen sowie Lenkachsen für die Kion Group. Zudem ist der Wiesbadener Konzern mit dem Juli-Elektromotorenwerk nahe Brno an einem Joint Venture beteiligt. An allen drei Standorten arbeiten insgesamt etwa 1.200 Menschen.
Die Kion Group hat jüngst Rekordzahlen für 2015 kommuniziert. Wachstumstreiber sei das Geschäft in Westeuropa gewesen, hieß es aus Wiesbaden. Der Umsatz sei nach vorläufigen Zahlen um neun Prozent auf die Bestmarke von 5,1 Milliarden Euro geklettert. Auch beim Ergebnis erzielte der Staplerbauer nach eigenen Angaben Rekordwerte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um neun Prozent auf 482,9 Millionen Euro zu.

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