Gleam: Flexibel im Lieferdienst mit Neigetechnik und Wechselsystem

Neuer Hersteller aus Wien nutzt für sein schweres E-Cargobike Technologien aus dem Motorradbau und legt ein Schnellwechselsystem mit diversen Aufbauten nach. Familienversion soll folgen.

Dynamisch auf der letzten Meile: Der Wiener Cargobike-Hersteller Gleam verspricht Fahrspaß und Funktionalität in einem professionellen Package zu vereinen. | Foto: Gleam
Dynamisch auf der letzten Meile: Der Wiener Cargobike-Hersteller Gleam verspricht Fahrspaß und Funktionalität in einem professionellen Package zu vereinen. | Foto: Gleam
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der österreichische Cargobike-Hersteller Gleam ist mit seinem elektrisch unterstützten, vollgefederten und mit Neigetechnik ausgestatteten E-Cargobike in den Vertrieb gestartet und legt weitere Varianten sowie Aufbauten nach. Das Modell Escape mit sogenanntem Flex-System lässt sich über einen Schnellverschluss zügig in der Anwendung wechseln. Als Aufbauten stehen neben der Flachbett-Basis mit Metallwanne (60x100 cm) ein Plane-Spriegel oder geschlossene Boxen zur Verfügung, die zwischen 350 und 500 Liter Volumen fassen. Das 82 Zentimeter schmale, zweispurige Schwerlast-Bike startet bei einem Basispreis von 7.200 Euro, die Version mit 350-Liter-Koffer kostet 7.600 Euro, die 500 Liter-Box nochmal 350 Euro extra. Für die Version mit Planenaufbau in drei Größen werden ab 7.600 Euro aufgerufen, die L-Version mit längerer Ladefläche von 1.200 Millimeter kostet 350 Euro mehr.

"Life"-Version mit schickem MDF-Aufbau

Darüber hinaus ist eine Personentransportversion "Life" angekündigt, in deren offenem MDF-Wannenaufbau sich zwei Kinder und flexibel auch Fracht oder Einkäufe transportieren lassen sollen. Optional gibt es für alle Modelle einen Doppel-Akku mit 2x500 wH Kapazität (750,- Euro), einen GPS-Tracker (164 Euro), ein fest installiertes Abus Bordo Schloss (103 Euro) oder kleine Außenspiegel (24 Euro). Zudem verweist der Hersteller auf die Möglichkeit der werksseitigen Kombination mit einem schweren Lastenanhänger des Freiburger Spezialisten Carla Cargo. Die Lieferzeiten gibt der Hersteller mit vier bis sechs Wochen an.

Gut gefördert: Hersteller listet lokale Incentives auf

Darüber hinaus hat der Anbieter die lokalen Fördermöglichkeiten für Deutschland und Österreich aufgelistet, bei denen die Anschaffung mit bis zu 30 Prozent des Kaufpreises unterstützt wird, vor allem auch im B2B-Bereich. So incentivieren etwa die Bundesländer Baden-Württemberg und Brandenburg mit bis zu 3.000 Euro im gewerblichen Einsatz, die generelle bundesweite Förderung beläuft sich auf bis zu 2.500 Euro im B2B und auch zahlreiche einzelne Städte wie Berlin (B2B/B2C bis 1.000 Euro) oder München (B2B/B2C bis 1.000 Euro) fördern die Anschaffung. Bestförderung bekommt man in der Gleam-Heimatstadt Wien mit bis zu 4.000 Euro B2B.

Für Vortrieb bei dem E-Lastenrad sorgt standardmäßig noch ein Bosch-Performance-CX-Motor, der ab dem dritten Quartal von einem 250-Watt-Bosch-Cargo-Line-Motor der vierten Generation abgelöst werden soll und kombiniert wird mit einer Enviolo-Schaltung, optional Automatik. Die Tretunterstützte Reichweite beträgt zwischen 40 und 80 Kilometer. Mit 70 Kilo Leergewicht ist das nach automobilen Standards und von Motorradexperten konstruierte E-Cargobike relativ leicht, es darf dann noch inklusive Fahrer bis auf 270 Kilo Gesamtgewicht beladen werden.

Als Alleinstellung sieht man die sogenannte Dynamic Tilting Technology (DTT) mit Querlenkerkonstruktion und Vollfederung an der Hinterachse, die zum einen dafür sorgen soll, dass die Ladung stoßfrei ankommt und zum anderen, dass keine materialermüdenden Querkräfte auf die Räder wirken. Damit soll das E-Cargobike auch für den rauen Alltag im urbanen Umfeld geeignet sein. Darüber hinaus sorgt die Konstruktion, kombiniert mit einer langhubigen Mountainbike-Gabel an der Vorderachse, für ein dynamisches Fahrgefühl und leichtes Handling.

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