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GLS beliefert Oldenburg emissionsfrei

Der Paketdienstleister stellt auf ein nachhaltiges Konzept für die Belieferung der Oldenburger Innenstadt um - abgasfrei und leise liefern künftig E-Bikes und ein E-Van.

Die E-Lastenräder von Rytle lassen sich mit bis zu 180 Kilo Zusatzlast in praktischen Wechselboxen beladen, diese können nach der Tour einfach gewechselt werden. | Foto: GLS
Die E-Lastenräder von Rytle lassen sich mit bis zu 180 Kilo Zusatzlast in praktischen Wechselboxen beladen, diese können nach der Tour einfach gewechselt werden. | Foto: GLS
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Julian Kral

„Für eine lebenswerte City“ lautet das Ziel, für das der KEP-Dienstleister GLS in der Oldenburger Innenstadt künftig auf eine emissionsfreie Zustellung setzt. Vier Diesel-Transporter ersetzt das Unternehmen künftig durch vier E-Bikes von Rytle und einen Nissan eNV 200 Van. Der Paketdienst arbeitet bei der Umsetzung des neuen Nachhaltigkeitskonzeptes eng mit seinem Transportpartner Citipost Nordwest zusammen.

Zum Zustellgebiet gehört laut GLS auch die Fußgängerzone der Stadt. Mit Transportern ist sie nur bis 10 Uhr befahrbar, die nun eingesetzten Lastenräder dürfen dank Sondergenehmigung bis 13 Uhr passieren. Als weitere Vorteile der neuen Zustellmethode nennt der Dienstleister eine höhere Akzeptanz der Räder bei Fußgängern, zudem sind diese wendig und benötigen kaum Platz zum Parken - Die Zusteller liefern also umweltschonender, flexibel und effizienter, so GLS.

Umfassend konzipiert
Ein neues City-Depot am Rand der Fußgängerzone ermögliche außerdem kurze Anfahrtswege, erklärt der Paketzusteller. Nach der Anlieferung aus dem GLS-Depot in Oldenburg-Tweelbäke werden die Pakete vor Ort auf Wechselboxen sortiert. Diese 1,7 Kubikmeter fassenden Behälter sind eine Besonderheit der MovR, so der Name der E-Bikes des Anbieters Rytle und erleichtern die Beladung. Sie lassen sich in einer Minute ab- und aufkurbeln, so dass Pakete nicht einzeln auf das stehende Rad umgeladen werden müssen. Zudem können die Boxen bestückt werden, auch während die Zustellfahrer unterwegs sind. In München setzt UPS die Rytle-Räder bereits mit Erfolg ein, LOGISTRA berichtete.

Das KEP-Unternehmen UPS rüstet am Standort München zum Teil von Diesel auf Muskelkraft um.

Die Lastenräder verfügen über eine maximale Zuladung von 180 Kilogramm, während ihrer Tour laden die Zusteller mehrmals Wechselboxen nach. Die nominale Gesamtleistung des eBikes liegt bei 250 Watt, bei der Anfahrt unterstützen zwei Elektromotoren mit einem maximalen Drehmoment von jeweils 100 Newtonmetern. Ein Ersatzakku-System gewährleistet den reibungslosen Betrieb auf Strecken über 60 Kilometer. Der neue eVan Nissan eNV 200 ermöglicht es dem Paketer, die Innenstadt auch außerhalb der Fußgängerzone emissionsfrei zu bedienen und verfügt über eine Reichweite von 170 Kilometern und eine Nutzlast von bis zu 770 Kilogramm.

Grün Vorgesorgt
Das nachhaltige Konzept ist gemeinsam mit dem Last-Mile-Unternehmen Citipost Nordwest entstanden. „Durch die enge Zusammenarbeit können wir unseren Service in der Oldenburger City sicherstellen, auch wenn es in Zukunft zu Fahrverboten kommt“, sagt Anne Putz, Head of Communication & Marketing bei GLS. Jan Fitzner, Geschäftsführer von Citipost Nordwest, fügt hinzu: „Unser Projekt trägt dazu bei, unsere Innenstädte lebenswert zu erhalten. Es zeigt, dass emissionsfreie City-Logistik technisch und ökonomisch funktioniert.“

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