GLS: eSprinter ergänzen E-Cargobikes in der City-Belieferung

Im Rahmen eines Förderprojekts erproben der Paketdienstleister und Mercedes-Benz Vans, wie sich die eSprinter weiter optimieren lassen. In Kombination mit vier E-Cargobikes wird die Innenstadt beliefert.

Emissionsfreie Kombi: Ein eSprinter und ein eBike vor dem Hamburger Rathaus. | Foto: GLS
Emissionsfreie Kombi: Ein eSprinter und ein eBike vor dem Hamburger Rathaus. | Foto: GLS
Johannes Reichel

Der Paketdienstleister GLS hat in Hamburg acht neue eSprinter von Mercedes-Benz in die Praxiserprobung übernommen. Gemeinsam mit vier E-Cargo-Bikes sollen sie die emissionsfreie Belieferung der Innenstadt gewährleisten. Die Fahrzeuge starten ihre Touren direkt ab dem Depot in Hamburg-Billbrook. Damit ließen sich im Jahr rund 25 Tonnen CO2 einsparen, erklärt der KEP-Dienstleister. Dieser hat auf dem Depotgelände mehrere Schnellladesäulen installiert, mit denen die Fahrzeuge innerhalb von zwei Stunden geladen werden können. Die Reichweite der Akkus sei für die tägliche Fahrstrecke der Zustelltouren ausreichend, so der Logistiker.

Die Inbetriebnahme erfolgt im Rahmen des Förderprojekt ZUKUNFT.DE des BMVI, an dem GLS wie auch Daimler beteiligt ist, erklärt Martin Seidenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung von GLS Germany. „Wir freuen uns, in diesem Rahmen nun die Mercedes-Benz-eFahrzeuge der 3,5-Tonnen-Klasse im Praxiseinsatz ausführlich zu erproben“, so Seidenberg weiter. Bei Mercedes-Benz Vans erhofft man sich aus dem Einsatz der Fahrzeuge Hinweise unter realistischen Alltagsbedingungen in der Paketdienstleistung, wie man den eSprinter weiter optimieren könne, erklärte Benjamin Kaehler, Leiter eDrive@Vans bei Mercedes-Benz Vans.
 

Kombi-Verkehr: E-Vans und E-Cargobikes ergänzen sich

Bereits seit März ersetzen vier Lastenfahrräder in der Innenstadt zwei konventionelle Diesel-Transporter. Die eBikes böten zusätzlich den Vorteil, dass sie im Stau besser vorankämen und leichter Stellplätze finden, was dem allgemeinen Verkehrsfluss zugutekomme, schildert der Logistiker weiter. Auch Anwohner und Empfänger würden durchweg positiv auf die Fahrrad-Zustellung reagieren. Die Lastenräder vom Typ „MovR“ des Herstellers Rytle erlaubten zudem einen unkomplizierten Tausch des Paketcontainers. Dieses Modell habe sich bereits im Einsatz für GLS in Oldenburg bewährt.

Start- und Umschlagpunkt für E-Cargobikes: Schneller Wechsel

Je nach Paketmenge und -größe werden morgens pro Fahrrad ein bis zwei Container bepackt. Ist der erste Container leer, tauscht der Fahrer ihn einfach aus und stellt dann weiter zu. Der Start- und Umschlagpunkt für die Bikes befindet sich nahe des Zustellgebiets im Hamburger Stadtteil Hamm, auf einem Gelände des Tochterunternehmens DER KURIER. Hier werden die Fahrzeuge auch über Nacht geparkt und die Akkus aufgeladen. Die Kapazität reiche für einen Arbeitstag, so der KEP-Logistiker. Die elektrisch unterstützten Lastenräder erlauben eine CO2-Einsparung von jährlich rund acht Tonnen. Zusammen mit den Einsparungen durch die Elektro-Vans reduziere sich der CO2-Ausstoß um jährlich insgesamt rund 33 Tonnen.

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