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Greenplan: Intelligenter Routenplaner soll 20 Prozent Zeit sparen

Neuer Algorithmus für dynamische Routenplanung soll zur Reduzierung von CO2-Emissionen und Kosten beitragen. Ansatz basiert auf historischen Verkehrsmustern und Fahrzeiten.

Reichlich verfahren: Ein neuer Algorithmus soll die Routenplanung optimieren und etwa auch die passende Startzeit je nach Verkehrsaufkommen anzeigen. | Foto: DPDHL
Reichlich verfahren: Ein neuer Algorithmus soll die Routenplanung optimieren und etwa auch die passende Startzeit je nach Verkehrsaufkommen anzeigen. | Foto: DPDHL
Johannes Reichel

Das von DHL finanzierte Start-up-Unternehmen Greenplan hat einen Algorithmus zur Optimierung von Zustellrouten und Haltesequenzen in der Logistik vorgestellt. Dieser soll das Potenzial intelligenter Routenführung besser nutzen und verwendet alle verfügbaren Informationen und Daten, um die Transportrouten im gesamten Zustellbereich zu optimieren, wie der Anbieter wirbt. Bestehende Lösungen würden aufgrund der Komplexität der Aufgabe nur kleinere Teilbereiche bearbeiten. Der Algorithmus wurde von Wissenschaftlern der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit DHL-Logistikexperten entwickelt. Der Service stehe Kunden im Straßengüterverkehr und bei Lieferungen auf der letzten Meile sowie Außendienstlern bei der Umsetzung ihrer Servicepläne zur Verfügung.

"Mit unserem intelligenten Algorithmus lösen wir die komplexe Aufgabe einer effizienten Routenplanung, indem wir eine genaue und verlässliche Lösung anbieten, die in bestehende Systeme integriert werden kann", erläutert Clemens Beckmann, CEO von Greenplan.

Im Gegensatz zu fast allen anderen Tools auf dem Markt berechne man hier Routen immer anhand von historischen Verkehrsmustern, die auf Straßenebene verfügbar seien. Dadurch könnten Kunden bis zu 20 Prozent der Kosten im Vergleich zu standardmäßigen Routenoptimierungslösungen sparen und ihren CO2-Fußabdruck entsprechend reduzieren, weil weniger Strecke absolviert wird, verspricht der Anbieter.

Tagesabhängig die optimale Startzeit berechnet

Vor dem Hintergrund des wachsenden E-Commerce-Markts mit gesteigerter Nachfrage nach Lieferungen am selben Tag und Just-in-time-Bearbeitung in der Kontraktlogistik trage der Algorithmus diesen Trends Rechnung und könne nicht nur Zieladressen, sondern auch individuelle Lieferzeitfenster auf Sendungsebene verarbeiten. Unter Berücksichtigung tageszeitabhängiger, straßenspezifischer Fahrzeiten soll das System auch die optimale Startzeit für die Zustelltouren ermitteln.

"Diese optimierten Touren erhöhen die Vorhersehbarkeit für Kunden und überzeugen auch die Fahrer´", glaubt der Anbieter.

Die Lösung berücksichtige relevante Variablen wie unterschiedliche Fahrzeug-Zuladungen und die Einhaltung von Vorschriften und Bestimmungen und unterstütze zudem die Notfallplanung im Falle einer unvollständigen Datenverfügbarkeit. Zudem biete man nicht nur Transparenz beim geschätzten CO2-Fußabdruck auf Grundlage der geplanten Zustellrouten, sondern berücksichtig ebenfalls die CO2-Emissionen pro Fahrzeugtyp, um die effizientesten Touren zu planen. Darüber hinaus soll der Algorithmus auch in der Lage sein, bestimmte Parameter für Elektrofahrzeugflotten wie Reichweite pro Fahrzeug zu berücksichtigen.

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