Gruber Logistics setzt in großem Stil auf LNG-Antrieb

Südtiroler Logistikunternehmen will mit 100 LNG-betriebenen Iveco S-Way NP für nachhaltigen Transport sorgen und reagiert auf globale Ziele wie regionale Restriktionen.

Iveco und Gruber Logistics haben einen Vertrag über die Lieferung von 100 mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Fahrzeugen unterzeichnet. (Foto: Iveco)
Iveco und Gruber Logistics haben einen Vertrag über die Lieferung von 100 mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Fahrzeugen unterzeichnet. (Foto: Iveco)
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Der Nutzfahrzeughersteller Iveco und Gruber Logistics haben einen Vertrag über die Lieferung von 100 mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Fahrzeugen unterzeichnet. Die Auslieferung durch den lokalen Händler in Bozen soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Entscheidung zur Umstellung auf Fahrzeuge mit alternativen Antrieben beruhe, das teilt Gruber Logistics mit, auf einem "tief verankerten Umweltbewusstsein", wie es heißt. Ziel sei, die von der Europäischen Union vorgegebenen Klimaziele zu erreichen. Ein weiterer Grund für die Entscheidung ist der Standort des Hauptsitzes nahe dem Brennerpass. Wegen der angespannten Umweltschutzdebatte hat dort der Nordtiroler Landtag einschneidende Maßnahmen beschlossen, die die Auswirkungen der Umweltverschmutzung durch den Schwerlastverkehr über den Brennerpass begrenzen sollen.

Mit Biomethan fast CO2-neutral unterwegs

Aus dieser Perspektive hält das Transportunternehmen die Iveco S-Way NP Fahrzeuge für die logische Wahl. Diese Schwerlastkraftwagen seien ökologisch und ökonomisch nachhaltig und brächten eine hohe Leistung. Die NO2-Emissionen werden damit laut dem Hersteller um bis 90 Prozent und die Rußpartikel-Emissionen um bis zu 95 Prozent gesenkt. Soweit die Lkw mit Biomethan betankt werden, liegen außerdem die CO2-Emissionen um bis zu 95 Prozent unter denen vergleichbarer Dieselfahrzeugen. Martin Gruber, Group CEO, erklärt:

„Unser Ziel ist es, die europaweit bedeutendste Flotte für nachhaltigen Transport zu schaffen, indem wir bestehende Technologien nutzen und Innovationen unterstützen, damit neue emissionsfreie Lösungen schnell auf den Markt kommen können. Digitalisierung und Nachhaltigkeit auch in ihrer sozialen Bedeutung sind grundlegende Elemente unseres unternehmerischen Entwicklungsplans.“

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