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Hochschule Fulda untersucht Wirtschaftlichkeit von E-Lkw

Ein wissenschaftliches Forschungsprojekt will zusammen mit Praxispartnern herausfinden, unter welchen Bedingungen man elektrische Lkw künftig rentabel betreiben kann.
Die Hochschulde Fulda will gemeinsam mit vier Speditionsunternehmen herausfinden, unter welchen Bedingungen E-Lkw wirtschaftlich sind. | Foto: robert gross photography
Die Hochschulde Fulda will gemeinsam mit vier Speditionsunternehmen herausfinden, unter welchen Bedingungen E-Lkw wirtschaftlich sind. | Foto: robert gross photography
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Tobias Schweikl

Wissenschaftler der Hochschule Fulda untersuchen derzeit in einem Forschungsprojekt, unter welchen Rahmenbedingungen der Einsatz von elektrisch betriebenen Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 18 Tonnen für Speditionen wirtschaftlich ist. Die vier Praxispartner des Projekts sind die Ludwig Meyer GmbH & Co. KG (Friedrichsdorf), die Zufall GmbH & Co. KG (Fulda), die Spedition Heidelmann GmbH (Schwalmstadt) sowie die DB Schenker AG (Kelsterbach).
„E-Lkw stoßen etwa 25 Prozent weniger CO2 aus, keine Stickoxide, keinen Feinstaub und verursachen zudem deutlich weniger Lärm. Doch bislang gibt es keine praxisgerechte Kalkulationsbasis für den Einsatz von schweren E-Lkw im Stückgutmarkt“, erläutert Logistikexperte Prof. Dr. Boris Zimmermann, der das Forschungsprojekt an der Hochschule Fulda leitet. Ebenso fehle es an Ansätzen, wie sich die Batterien in diesen Fahrzeugen verwerten lassen.

Fragen aus der Praxis
Über 24 Monate hinweg sollen daher die Potenziale der elektrischen Lkw in Praxisversuchen getestet und verschiedene Parameter so optimiert werden, dass sich die Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge kontinuierlich verbessert. So will das Forscherteam etwa herausfinden, wie genau Tourenplanungen und Dispositionen angepasst werden müssen und wie ein optimiertes Fahrerprofil aussehen kann - vom Fahrverhalten bis hin zur Häufigkeit und Geschwindigkeit der Ladevorgänge. Auch auf die Fragen, wie sich Wartung und Pflege der Fahrzeuge verändern müssen und wie die Ladeinfrastruktur auszubauen ist, wollen die Wissenschaftler Antworten finden.
Mit Blick auf die technische Optimierung gelte es zu erforschen, inwieweit Kostenvorteile durch eine längere Batterielebensdauer möglich sind. Dazu will das Forscherteam untersuchen, wie sehr sich die Lebensdauer der Batterien durch Modifikation des Antriebs erhöhen lässt. Interessant ist auch, ob die daraus entstehenden Kostenvorteile groß genug sind, um die technischen Mehraufwendungen zu kompensieren. Zudem gilt es herauszufinden, wie viele Kosten der Einsatz von ausgemusterten Batterien in sogenannten Second-Life-Anwendungen spart. Denn Batterien haben einen erheblichen Restwert, auch wenn sie nicht mehr für Antriebszwecke verwendbar sind. So sollen ausrangierte Batterien als Speicher für Strom aus erneuerbaren Energien getestet werden.
Die Projektergebnisse sollen bis Ende 2018 vorliegen. Dann sollen Speditionen mit Hilfe eines in der Studie entwickelten Kalkulationsschemas grob berechnen können, ob es Potenzial für einen elektrischen Lkw in ihrem Fuhrpark gibt. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung fördert das Projekt mit 295.300 Euro.

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