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Hybridantrieb auf dem Wasser

Am 15. Dezember erhielt der erste Mehrzweck-Schwergutfrachter, der aus Windenergie eine Antriebskraft zieht, seinen Namen. Auf dem MS "Beluga SkySails" kommt das Zugdrachenantriebssystem "SkySails" zum Einsatz.
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Redaktion (allg.)
Der Schiffsneubau soll als fahrender Beweis dienen, dass der Hybridantrieb auch auf dem Wasser möglich ist. Die Nutzung der Windenergie durch den Einsatz des Zugdrachens ermöglicht es, die Hauptmaschine zu entlasten - zehn bis 15 Prozent weniger Treibstoffverbrauch stehen in der ersten Phase des Betriebs in Aussicht. Das MS "Beluga SkySails" ist ausgestattet mit einem 160 Quadratmeter großen Kite. Später, wenn innerhalb des kommenden Jahres das Segel auf 320 Quadratmeter weiter nach oben skaliert wird, um die Effizienz auf hoher See zu steigern, ist durchaus ein Einsparpotenzial von 20 bis 30 Prozent realisierbar. Der Betreiber, die Beluga Shipping GmbH, kalkuliert zunächst mit einer Senkung der vorhandenen Bunkerkosten für Schiffsdiesel im unteren vierstelligen US-Dollar-Bereich pro Einsatztag des Zugdrachensystems. Bei zwei größeren Frachtern der Beluga P1-Serie, die in naher Zukunft ebenfalls mit SkySails-Systemen ausgerüstet werden sollen und derzeit in Bau befindlich sind, werden dann sogar Kites mit bis zu 600 Quadratmetern Segelfläche zum Einsatz kommen. Daraus lassen sich nach heutigem Kenntnisstand Treibstoffeinsparungen in einer Größenordnung von täglich bis zu zehn Tonnen, gleichbedeutend einer Reduktion der Schiffsreisekosten um gut 6.000 US-Dollar antizipieren. Der Einsatz der innovativen Zusatzantriebstechnologie ist Antwort auf die stetig steigenden Ölpreise. Für die Zukunft sind gemäß einschlägiger Weltwirtschaftsexperten noch weitere Preissteigerungen zu erwarten. Die einstige Schallmauer von 100 US-Dollar dürfte schon bald durchbrochen werden.
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