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Hypermotion 2018: Synfioo lässt Transportketten in Echtzeit verfolgen

Mit einer Software hilft das Start-Up Synfioo Logistikern die Unsicherheiten der Ankunftszeiten in stau- und störungsgeplagtem Umfeld besser zu managen.

Voller Durchblick: Die Software verschafft Logistikern Echtzeitdaten über den Stand der Dinge in der Lieferkette. | Foto: J. Reichel
Voller Durchblick: Die Software verschafft Logistikern Echtzeitdaten über den Stand der Dinge in der Lieferkette. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Es ist eines der vielen Beispiele, die sich auf der Hypermotion in Frankfurt präsentieren und die Welt der Mobilität verbessern wollen. Bei dem Jungunternehmen Synfioo GmbH aus Potsdam hat man es sich zum Ziel gesetzt die sogenannte ETA, Estimated Time of Arrival, für Logistiker eine entscheidende Größe im Alltag, transparenter und präziser zu beziffern. "Das beruht alles auf mathematischen Daten und Berechnungen, die wir in unsere Anwendung fließen lassen", beschreibt Verkaufsleiter Thomas Richter. Für Logistikfirmen ist es schließlich essentiell zu wissen, wann Nachschub der Waren genau kommt, um die weiteren Prozesse zu planen. Und das macht Synfioo verkehrsträgerübergreifen - Straße, Schiff, Bahn, Flugzeug - alle Daten verarbeitet das System - und am Ende steht die ETA mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem Schirm.

"Mit unserer Anwendung erfahren Logistikunternehmen sofort, wo störende Einflüsse wie Staus, Sicherheitskontrollen, Streiks, schlechtes Wetter, etc. sich negativ auf ihre Transportplanungen auswirken.Transportplaner haben mit dem "ETA-Service" die Möglichkeit, ohne Zeitverlust gezielt über alternative Maßnahmen zu entscheiden", beschreibt Richter.

Konkret setzt der Anbieter am jeweiligen TMS ab und berücksichtigt bei der ETA-Berechnung die individuellen Transportdaten sowie zusätzliche externe Datenquellen. "Wir ermöglichen ein einfaches und intuitives Transportmanagement in der gewohnten Arbeitsumgebung", wirbt die findige Firma. Wahlweise gibt es aber auch ein Tourenmanagement für den Fall, dass kein eigenes System vorhanden ist. Mit dem sogenannten On-Time-Navigator lässt sich zugleich die Transparenz an den eigenen Kunden weitergeben. Ergänzt wird eine Fahrer-App, sodass auch das Fahrpersonal im Bilde über den Lieferkettenverlauf ist. Darüber hinaus kann man über eine GPS-App automatisiert sämtliche Teilnehmer an einer Lieferkette auf dem Laufenden halten.

Ein Spin-Off aus dem Hasso-Plattner-Institut

Gegründet wurde die Firma vor gut zwei Jahren aus einem Forschungsprojekt des Hasso-Plattner-Instituts des SAP-Gründers über effiziente Logistikabläufe heraus. "Wir kommten ganz klar von der Software-Seite", meint auch Richter. Von anfangs drei Mitarbeitern mit dem Pilotkunden Jan de Rijk wuchs die Firma auf mittlerweile 14 Mitarbeiter.  Die Idee zur Gründung einer Firma zur Echtzeitverarbeitung und -interpretation von Informationen entsprang zwei parallelen Aktionssträngen, skizziert der Anbieter. Zum einen stellten die Gründer fest, dass ihre Forschung im Bereich Echtzeitereignisverarbeitung viele industrielle Anwendungsfälle bedienen kann.

Für grünere Logistik braucht es auch bessere Daten

Der andere Aspekt war die Feststellung, dass das für eine "grünere Logistik" ein Fokus auf der Reduktion von CO2 Ausstößen, dem Vermeiden von Leerfahrten und verbesserten, automatischen Planungsalgorithmen liegen müsste. "Die Ergebnisse des Teilbereiches zur Echtzeitanalyse von Daten hat Unternehmensvertreter im Projekt so stark beeindruckt, dass sie darauf aufmerksam machten, dass solch eine Lösung derzeit nicht am Markt existiert, sie diese aber kaufen würden, sobald es diese gäbe", resümiert der Datenspezialist. Und so nahm die Geschichte ihren Anfang, die man auch auf der Hypermotion stolz präsentierte.

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