Werbung
Werbung
Werbung

IAA 2018: Digitale Führerschein-Kontrolle von Navkonzept

Der Telematikanbieter zeigt auf der IAA Nutzfahrzeugmesse eine RFID-Lösung zum Sicherstellen der gesetzlich vorgeschriebenen Führerscheinkontrollen durch Fuhrparkleiter.
Für die intelligente Führerscheinkontrolle benötigt man laut Navkonzept lediglich ein NFC-fähiges Android-Smartphone und fälschungssichere RFID-Tags. | Foto: Navkonzept
Für die intelligente Führerscheinkontrolle benötigt man laut Navkonzept lediglich ein NFC-fähiges Android-Smartphone und fälschungssichere RFID-Tags. | Foto: Navkonzept
Werbung
Werbung
Julian Kral

Die Navkonzept GmbH, Spezialist für Telematik- und Flottenmanagementlösungen, präsentiert auf der IAA 2018 (20. bis 27. September, Hannover) ihr System „NavDLC“ (Driver Licence Care). Damit sollen Fahrer jederzeit auch von unterwegs den Nachweis erbringen können, dass sie in Besitz eines gültigen Führerscheins sind. Unternehmen, die im internationalen Fernverkehr verkehren sollen davon besonders profitieren. Das System besteht laut Entwickler aus der „NavID“-App, welche im Google-Play-Store erhältlich ist und einem kostenlos nutzbaren Internetportal. Benötigt werden lediglich ein NFC-fähiges Android-Smartphone sowie fälschungssichere RFID-Tags für die Führerscheine.

Alles auf einen Blick

Der RFID-Tag eigne sich, wie Navkonzept erklärt, für Führerscheine in Karten- und Papierformat und könne direkt beim Unternehmen erworben werden. Für die Lösung eignen sich aber auch RFID-Tags anderer Anbieter. In jedem Fall enthalten die Tags eine anonyme Nummer, die dem Führerschein eindeutig zugeordnet werden kann. Die Daten des Führerscheins werden zuvor über das „NavDLC“-Internetportal des Telematikspezialisten in einer Datenbank hinterlegt.

Dort sollen Fuhrparkverantwortlichen auf einen Blick sehen können, welche Führerscheine bereits registriert wurden und wann diese spätestens kontrolliert werden müssen. Zudem generiert die Lösung laut dem Anbieter automatische E-Mails mit den aktuellen Statusmeldungen, die an bevorstehende Termine erinnern. Zur Beweisbarkeit einer durchgeführten Führerscheinprüfung würden die Daten im Logbuch des Internetportals gespeichert, sodass die Dokumentationspflicht des Arbeitgebers erfüllt wird. Somit soll der Halterverantwortlichkeit und gleichzeitig auch der unternehmerischen Sorgfaltspflicht Rechnung getragen werden.

Rechtliche Grundlage

Hintergrund ist, wie Navkonzept ausführt, das Fahrerlaubnisrecht der EU. Demzufolge sind Führerscheine der Klassen C und D befristet. Dies betrifft auch Berufskraftfahrer, denen die Fahrerlaubnis bereits vor dem 01. Januar 1999 erteilt wurde. Inhaber von Führerscheinen der früheren Klasse 2 verlieren am 50. Geburtstag ihre Fahrberechtigung. Führerscheine der Klassen C (C1, C1E, C, CE) und D (D1, D1E, D, DE), die nach dem 01. Januar 1999 erteilt wurden, sind grundsätzlich auf maximal 5 Jahre befristet. Die befristeten Klassen müssen deshalb rechtzeitig vor Ablauf verlängert werden.

Dementsprechend müssen sich Fuhrparkleiter den Führerschein mindestens zweimal im Jahr vorlegen lassen. Fuhrparkleiter, die einen abgelaufenen oder strafrechtlich entzogenen Führerschein übersehen und den betreffenden Fahrer dennoch einsetzen, drohen Strafverfahren. Der Anklagepunkt lautet „Beihilfe des Fahrens ohne Fahrerlaubnis“ (§ 21 StVG, 27 StGB), was in der Regel mit einer Geldbuße in Höhe eines monatlichen Nettolohns und sechs Punkten pro Fahrt im Flensburger Verkehrszentralregister bestraft wird.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung