IAA MOBILITY 2023: Experience Connected Mobility - geschärfter Fokus

Mehr Konnektivität in der Mobilität: Die Messe startet mit klarem B2B- und B2C-Fokus vom 5. bis 10. September 2023 in München. Neben den Open Spaces soll es Blue Lanes wieder geben, jetzt auch für Mikromobility - und die "U-Bahn" heißt "Blue Lane Underground".

So große Stände wie von Mercedes-Benz direkt auf dem Odeonsplatz soll es nicht mehr geben, die Open Spaces bleiben aber alle erhalten. | Foto: VDA/Oliver Tamagnini
So große Stände wie von Mercedes-Benz direkt auf dem Odeonsplatz soll es nicht mehr geben, die Open Spaces bleiben aber alle erhalten. | Foto: VDA/Oliver Tamagnini
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der Verband der Automobilindustrie VDA hat sein überarbeitetes Konzept für die IAA MOBILITY in München bekanntgegeben. Die laut Veranstalter global führende Mobilitätsplattform startet vom 5. bis 10. September 2023 in der zweiten Ausgabe unter dem neuen Motto "Experience Connected Mobility" und will die intelligente Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastruktur erlebbar machen, wie es heißt. Ziel sei es, als "weltweit progressivste Plattform für die Zukunft von Mobilität, Nachhaltigkeit und Technologie" alle Unternehmen zu verbinden, die im Ökosystem Mobilität aktiv sind. Die erste Ausgabe nach dem Wechsel nach München und konzeptionellem Neustart habe unter erschwerten Corona-Bedingungen über 400.000 Besucher angelockt und eine noch nie dagewesene globale Reichweite für das Thema nachhaltige Mobilität generiert, befindet der VDA. Man wolle diesen Erfolg ausbauen.

Querschnitt von Auto bis Energie und E-Bike

Ziel sei es zu zeigen, was die Menschen morgen bewegen wird, vom Automobil über Kleinstfahrzeuge und Fahrrad bis hin zu neuen Lösungen für den öffentlichen Verkehr. Einen Vorgeschmack auf diese Bandbreite gebe die Auswahl der bereits bestätigten Aussteller, die für einen branchenübergreifenden Ansatz Plattform stünden, so der Veranstalter. So präsentieren sich Automobilhersteller wie Audi, BMW, Mercedes-Benz, Renault, Porsche, Trasco oder VW, daneben führende Zulieferer wie Bosch, Brose Fahrzeugteile, Continental, Denso, ElringKlinger, MAGNA, KIRCHHOFF Automotive, Schaeffler oder ZF. Aber auch globale Tech-Unternehmen wie Luminar oder Qualcomm oder Mikromobilitätshersteller wie Stromer oder Brose eBikes seien Vertreten. Dazu kämen Energieversorger und Batteriefirmen wie EnBW, CATL oder Farasis Energy sowie Elektronikunternehmen wie Hamamatsu Photonics sowie Aussteller aus dem Bereich Forschung wie die Fraunhofer-Gesellschaft oder das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt.

„Wir haben mit der IAA Mobility 2021 erfolgreich den Wandel zur Mobilitätsplattform vollzogen. Auf dieser werden unsere Aussteller auch 2023 eine Bandbreite an vernetzten und nachhaltigen Mobilitätslösungen präsentieren. Unser Ziel ist es, diese globale Innovationskraft auf der IAA MOBILITY für alle Zielgruppen erlebbar zu machen – denn eine Innovation ist erst dann etabliert, wenn sie von der Mehrheit der Gesellschaft genutzt wird. Gleichzeitig wollen wir den Diskurs und den aktiven Austausch zwischen verschiedenen Stakeholdern fördern. Deshalb haben wir auch sehr bewusst unser Motto für die IAA MOBILITY 2023 gewählt: Experience Connected Mobility“, erklärt Jürgen Mindel, Geschäftsführer VDA.

Besonderer Fokus liege auf der Vernetzung, denn sie stehe für ein "ganzes Universum an Möglichkeiten neue Mobilitätslösungen zu entwickeln", bestehende zu verbessern und Mobilität insgesamt sicherer, bequemer und effizienter zu machen, meint der VDA. Diese Transformation lebe vom engen Zusammenspiel verschiedener Verkehrsträger, von Unternehmen aus Technologie, IT, Unterhaltungselektronik, Telekommunikation mit Herstellern und Zulieferern von Fahrzeugen und Mikromobilität. Dafür sei die IAA MOBILITY die globale Plattform.

„Die IAA MOBILITY ist das gelebte Beispiel einer erfolgreichen Transformation von einer klassischen Messe hin zu einer zukunftsweisenden Mobilitätsplattform“, erklären Stefan Rummel und Reinhard Pfeiffer, die als CEO-Doppelspitze die Messe München GmbH leiten.

Für Rummel habe die IAA MOBILITY deutlich gemacht, wie stark das gesellschaftliche Interesse an nachhaltigen Mobilitätsangeboten sei. Darauf baue man auf mit der Stadt München und dem Freistaat Bayern als starke Partner.

"Wir werden in der Münchner Innenstadt – im Open Space und auf den Blue Lanes – wieder Erlebnisorte schaffen, die begeistern. Und auf dem Messegelände in Riem wird mit dem IAA Summit der globale Gipfel der Mobilität ein produktives Zuhause finden", avisierte Rummel.

B2B+: IAA Summit als globaler Branchentreff

Neben den eher an breites Publikum adressierten Open Spaces sieht man den IAA Summit als "obligatorischen Treffpunkt für alle großen Player und Entscheider im Bereich Mobilität – vom CEO bis zum Young Professional und vom Entwickler bis zum Strategen". Das B2B-Konzept lade zudem Entscheider aus Politik und Gesellschaft sowie Mobilitäts-Enthusiasten und Journalisten ein, sich aktiv an der Entwicklung zukunftsfähiger Mobilität zu beteiligen. Kern des optimierten Hallenkonzepts sei es, alle Anbieter miteinander zu vernetzen, OEM’s der Automotive-, Tech- und Zuliefererindustrie, ebenso wie aus der Fahrrad- und Mikromobilitätsbranche vernetzten sich thematisch auf dem IAA Summit. Darin integriert sind verschiedene Networkingbereiche, kuratierte Partnerschaftsflächen und die IAA Conference.

Bei der 2021er-Ausgabe nahmen über 400 Speaker aus allen Spektren der Mobilität teil. Thematisch orientiert sich die IAA Conference an den Leitthemen der IAA MOBILITY 2023: Connected Mobility, Autonomous Mobility, Urban/Rural Mobility, Data & Next Level User Experience sowie Sustainable Mobility & Circular Economy und Smart City Infrastructure & Developing Livable Spaces. Zusätzlich widmet sich die Conference noch vertiefend den Themen Cycling, LEV & Micromobility Solutions und EVs, Future Fuels & Charging. Am 04. September findet zudem der Pressetag mit den Ausstellerpressekonferenzen auf dem IAA Summit statt. Dieser ist ein Garant für eine starke globale Reichweite.

IAA Blue Lane: Viele Wege zum Ziel

Auf der IAA Blue Lane sollen die neuesten nachhaltigen Mobilitätsangebote getestet werden können, verspricht der Veranstaltet. Bei der letzten Ausgabe erfolgte über 8.800 Testfahrten in sämtlichen Fahrzeugen. Für 2023 plant das Veranstalterteam gleich vier Varianten:

  • Blue Lane Road

Hierbei handelt es sich um eine Teststrecke für emissionsfreie Fahrzeuge, startend im Open Space oder auf dem Messegelände. Ergänzend werden Messegelände und Open Space mit einem Bustransfer verbunden.

  • Blue Lane Underground

Die bereits bestehende U-Bahnlinie 2 zwischen Messegelände und Königsplatz wird während der Messe zur Blue Lane Underground.

  • Blue Lane Micromobility & Bike

Hier kann man auf 15,5 km die neusten Modelle aus dem Bike & Micromobilitätsbereich testen. Sie befindet sich zwischen dem Königsplatz und der Messestadt. Zusätzlich sollen 2023 weitere Testmöglichkeiten für Micromobilität im Open Space geschaffen werden.

  • Blue Lane Future

Auf dem Messegelände können neue Konzeptstudien und Technologien erstmalig live getestet werden.

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