IDS: Neue Scanner für bessere Übertragung und mehr Komfort

Austausch von 3.600 Geräten soll die Qualität und Stabilität der Leistungen sicherstellen. LTE-Technologie, hochauflösende Kamera, Navi und einfachere Bedienung, wahlweise auch per App auf dem Smartphone.
Alleskönner: Der neue Barcode-Scanner in IDS-Diensten stammt von Zebra, verfügt über ein Navi sowie hochauflösende Kamera und ist ähnlich bedienbar wie ein Smartphone. | Foto: IDS
Alleskönner: Der neue Barcode-Scanner in IDS-Diensten stammt von Zebra, verfügt über ein Navi sowie hochauflösende Kamera und ist ähnlich bedienbar wie ein Smartphone. | Foto: IDS
Johannes Reichel

Der Speditionsverbund IDS hat einen Wechsel in der MDE-Technik vorgenommen und neue Barcode-Scanner eingeführt. Dafür investiert das nach eigenen Angaben größte deutsche Stückgutnetz insgesamt 5,7 Mio. Euro. Mehr als 3.600 neue MDE-Geräte würden von November 2016 bis März 2017 sukzessive in Betrieb genommen, teilte das Netzwerk mit. Damit gehe die fünfte Generation von Scannern mit einer neuen, auf das IDS Netz zugeschnittenen App an den Start. MDE-Geräte bilden die mobile Auftragsabwicklung ab und dokumentieren alle Informationen einer Sendung. So werden Aufträge direkt ins Fahrzeug überspielt, der Sendungsverlauf lückenlos dokumentiert und die Zustellung im Gerät quittiert.

Nach einem zweimonatigen Praxistest sei die Entscheidung für das TC75 von Zebra gefallen, teilte die Stückgutkooperation mit. Durch das größere Display könne der einzelne Auftrag noch einfacher und schneller bearbeitet werden, dem Fahrer stünden mehr Informationen auf einen Blick zur Verfügung. Mit Hilfe der LTE-Technologie erhöhe sich die Sende- und Empfangs-Qualität sowie die Reichweite der Geräte. „Eine Funkabdeckung von 95 Prozent bietet jetzt zuverlässige Datenübertragung – auch von den entlegensten Regionen“, beschreibt IDS-Geschäftsführer Dr. Michael Bargl. Dadurch seien auch die Fahrer besser zu erreichen. Mit dem Ortungsmodul könne der Disponent einen neuen Abholauftrag genau an den Fahrer weiterleiten, der dem Abholort am nächsten ist. Integriert ist auch ein Navigationssystem, das den Fahrer – auch an Staus vorbei – an das jeweilige Ziel führe. Außerdem ließe sich die voraussichtliche Ankunftszeit des Fahrers beim Kundenstopp erheblich genauer vorhersagen.

Die neuen MDEs sind Full-Touch Geräte, sehen aus wie ein Smartphone und arbeiten mit dem Android-Betriebssystem. Dadurch sei es auch für Springer oder zusätzliche Nahverkehrsfahrer – speziell bei saisonalen Spitzen – leicht möglich, die IDS App auf ihrem Smartphone zu nutzen, sollte kein MDE-Gerät zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ließen sich mit der hochauflösenden Kamera Aufnahmen in guter Qualität erstellen und online übermitteln. Für die Fahrer soll die Anwendung in der Praxis wesentlich einfacher geworden sein, unter anderem durch selbsterklärende Symbole. Darüber hinaus ist die IDS App in bis zu zehn Sprachen verfügbar, so dass auch fremdsprachige Fahrer die neue Technik zuverlässig anwenden können.

Printer Friendly, PDF & Email